
Neues Album von Studio Grande
- Serie: Ruhr Music
Ihr Debut wurde im Jahr 1999 als rheinische Antwort auf Blumfeld gefeiert. Danach vier Jahre Pause, zwischendurch ein zweites Album, eine kleine Tour. Jetzt, nach sieben Jahren, kommen Studio Grande zurück – und werden vielleicht größer als je zuvor.
„Lass es uns trotzdem tun“ (Cargo Records) heißt das neue Album des Krefelder Quintetts um Sänger und Songschreiber Kai Berner. Darauf: 10 lässige Indie-Perlen mit viel Gefühl, Fuzzgitarren und polternden Drums. Und der Sehnsucht nach Freiheit als Grundstimmung.
Denn der Titel ist Programm und zum Motto Berners geworden: „Man sollte viel mehr trotzdem tun. Ohne ewiges Abwägen“, meint der Sänger. Hätte es sonst auch dieses Album nicht gegeben? „Ja“, gesteht Berner, „es war eng“. Dann erzählt er von einem maroden Bauernhof in der Eifel, den sein Keyboarder renovieren musste und von einem eigenen Job als Model für eine Agentur aus New York.
Doch Studio Grande und Berner sind immer noch hier, immer noch in Krefeld. Warum er nicht weg gegangen ist, aus dieser Zwischenstadt, die nicht mehr Ruhrgebiet, doch noch kein Rheinland ist, wurde Berner oft gefragt. Als Antwort schrieb er die Ballade „Meine Stadt“. Darin geht es um leerstehende Wohnungen und neue Mediamärkte. Und warum man bleibt, obwohl nicht viel passiert.
Vielleicht ändert sich das jetzt: Studio Grandes Single „Der Moment der bleibt“ läuft in diesen Tagen auf Eins Live, WDR 2, Radio Fritz und Motor FM. Und bringt Krefeld dem Rest der Welt wieder ein Stück näher.
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