
Neue Aufgaben für die Kunst!
- Serie: Kunst
Nun da wir nun das Ende des Reigens erreichen werden -
alles wird verkauft! Wunderbar! -
können wir uns zurücklehnen und warten bis alles wegspekuliert wurde.Die letzte Bastion des Menschlichen- seine Kultur, seine Kreativität steht zum Verkauf. Schrie mensch nicht früher: "Oh, er verkauft seine Seele". Aber diese ist schon entzaubert, entmythologisiert, Gott sei dank, futsch, mit ihm.
Nun können wir sie verkaufen, die eigene Kultur. Wird sie sich am Markt beweisen? Wohl kaum. Sie wird kopiert, kopiert, kopiert und kopiert werden, bis sie unbekannt ist und dann ist sie null und nichtig und nichts bleibt mehr. Was tun?Das Ende der Wirklichkeit ist ein ewiger Trauermarsch. Wir spielen die Begleitmusik, erfinden flüchtig verschwenderische Rituale zum Abschied, entwerfen Objekte der Über- und Untergangs.
Unsere Höhle ist das, was wir am meisten hassen: die Religion. Der Fetisch der Hermeneutik, die Objektivierung des Ästhetischen, die lästige Verallgemeinerung der besonderen Zaubers. Unsere Religion jedoch trägt einen Trick - den der Paradoxie. Sie erschafft und zerstört sich augenblicklich selbst. Ein Stroboskop vorüberziehender Entwürfe die im Zeichen-Sinn zerplatzen. Lass uns an dieser Stelle spielen und Zeichen-Bläschen blasen und zersprengen sehen, lass uns weinen mit denen, deren Enge hinter der Fassade der Fiktion der Wirlichkeit sichtbar wird. Lass uns mitarbeiten, dass die herausspeienden Kränkungen die Welt nicht in Hass vertilgen. Lass uns weinen.Ähnliche Beiträge
Mo, 18.10.2010
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