Nagel von der Band Muff Potter veröffentlicht ein neues Buch - Was kostet die Welt

Wohin mit den ganzen Gedanken, die einem im Kopf herumschwirren aber nicht mehr in Songs zu bündeln sind, weil es die Band, die man Jahre lang liebte nicht mehr gibt? In ein Buch. Mehr denn je in ein Buch. Nagel, Sänger und Gitarrist der Band Muff Potter, die sich Anfang des Jahres mit einem großen Knall zur Überraschung vieler Menschen aufgelöst haben, veröffentlicht in naher Zukunft sein Nachfolgewerk zu "Wo die wilden Maden graben" mit dem wunderschönen Namen "Was kostet die Welt".

Der im westfälischen Rheine aufgewachsene Thomas Nagelschmidt, gilt als Paradebeispiel für Protagonisten punkorientierter Musik, die irgendwann zur Akustikgitarre und/oder zum Stift greifen, wenn sie glauben es sei an der Zeit neue Wege zu gehen. Wie auch beispielsweise bei dem von Nagel sehr geschätzten Lee Hollis konnte man in Nagel's Erstlingswerk wunderbar die Beobachtungsfähigkeit eines Reisenden aus einer ganz bestimmten Perspektive nachlesen. Wohin die Reise mit dem neuen Buch geht, wird folgendermaßen beschrieben: "Was kostet die Welt" behandelt neben den beiden großen Themen unserer Zeit, also "Stadt, Land, Fluss" und "Wein, Weib, Gesang" auch Themen wie Rausch, Gewalt und -witter, Öchslegrade, Osmose, Dopaminmangel, Ost, West, Oben, Unten und vieles mehr ...". Konkret sieht das dann so aus: "Als sein Vater stirbt, nimmt der Taugenichts Meise das unerwartete Erbe und begibt sich auf Reisen. Die Devise: Ausgeben statt horten. Er hat sich geschworen, alles anders zu machen als sein Vater. Doch zurück in Berlin findet er nicht mehr in sein altes Großstadtleben zurück". Nagel hat sich diesmal einen eigenen (tragischen) Helden erschaffen, den er scheitern lässt. Wie schon in Muff Potter's Song "Fotoautomat" zugegeben, liebt Nagel Geschichten die "lustig und traurig" zugleich sind. Dies hat sich auch mit der Auflösung von Muff Potter und der Veröffentlichung von "Was kostet die Welt" nicht verändert. Im Gegenteil.

Ab Oktober ist Nagel dann auch an Rhein und Ruhr unterwegs, um uns ein Lesestündchen zu gönnen.

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Mo, 05.07.2010 0

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17.01.2010

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