
Nachschau: 2. Singer/Songwriter-Festival in Witten
- Serie: Ruhr Music
Das erste Wittener Singer/Songwriter-Festival war bereits ein voller Erfolg und so war man sich auch beim zweiten Festival sicher, dass es ein runder Abend werden würde. Womit man allerdings nicht rechnen durfte, war der immense Zuschauerauflauf am vergangenen Dienstag. Das Cafe Leye wurde herausgeputzt, der Oma-Charme wunderbar in Szene gesetzt und durch Kaffee, Kuchen und leicht angeranzte Sitzecken abgerundent. Bereits um halb 9 war das Leye rappelvoll. Es wurde getrunken, sich herzlich begrüßt und ein bißchen hatte man auch das Gefühl, dass die Macher und Unterstützer dieses Events sich ein wenig selbst feierten. Und das völlig zurecht. Eine Veranstaltung mit soviel Ambiente, Charme und guter Musik, hatte Witten schon länger nicht gesehen.

Apropos Musik: Chinaski Jugend ging gegen halb neun auf die Bühne und begann mit rauchiger Stimme Cover alter Helden, Jupiter Jones-Songs und eigenen Kompositionen gewohnt bodenständig vorzutragen. Ein bisschen schade: Oft ging die Musik im Gebrabbel der mittlerweile gut 400 Menschen ein wenig unter. Dies sollte sich mit Steve Savage ändern: Der Amerikaner hatte zwei weitere Musiker mit dabei, die ihm rhythmisch und begleitend bei seinem Folk-Pop zur Seite standen. Damit erreichte der Amerikaner einen viel höheren Laustärkepegel und foglich auch mehr Aufmerksamkeit des Publikums. Gegen Ende stand Savage wie auch die Zuschauer auf den Tischen, um die Zugaben gemeinsam zu feiern.
Gegen 23 Uhr wurde das Publikum langsam in den Unikatclub zur Aftershowparty getrieben. Ein wirklich bemerkenswerter Abend, der vorallem gezeigt hat, wieviel Potential in der kleinen Großstadt Witten schlummert.
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So, 31.10.2010
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