
MAYDAY 2010: Wie sich das Glück durch die Welt ravet
- Serie: Kunst
Eine Nacht, vier Hallen und 25.000 Leute auf 20.000 Quadratmetern Partyfläche - am 30. April steigt in den Westfalenhallen in Dortmund zum bereits 19. Mal der größte Indoor-Rave Deutschlands: Die MAYDAY 2010. Schon im Vorfeld bedeutet das für ein dutzend Spezialisten und 150 tatkräftige Helfer ein halbes Jahr lang Arbeit unter enormem Zeitdruck. Denn neben der elektronischen Basis gehört zu den vier ganz unterschiedlichen Hallen auch eine aufwändige Lichtshow aus insgesamt 200 Tonnen Technik, um am Ende die Unterschiede zwischen dem klassischen “Empire”, der härteren “Factory”, dem clubbigeren “Mixery-Casion” und der weniger speziellen “Arena” auf den ersten Blick - oder eben das erste Hören - für alle klar zu machen. Ohne Frage, das sind Namen, die den Aufwand wert sind. Aber auch von Künstlern, die bereits eine lange MAYDAY-Geschichte hinter sich haben, kann man sich in diesem Jahr wieder einige Überraschungen erhoffen: "Das spannende ist, dass sich schon heute das Set eines DJs stilistisch komplett von dem vor einem Jahr unterscheiden kann. Es gibt also nicht die eine neue große Bewegung, sondern unzählige kleine Strömungen, Veränderungen und Weiterentwicklungen bisheriger Styles. Das MAYDAY-LineUp versucht dabei die derzeit populärsten Sounds genauso abzubilden wie undergroundige, progressive Styles, die bisher noch nicht von einer breiten Masse wahrgenommen wurden.“ erzählt Oliver Vordemvenne aus dem Promotion-Team der MAYDAY (i-Motion).
Kein MAYDAY sieht aus wie die andere
Die gesamte optische Ausgestaltung der Hallen mit Licht-, Laser- und Videotechnik wird immer neu konzipiert. Keine MAYDAY sieht aus wie die andere. Alleine für den Floor „Empire“ wird seit Januar eine eigens für MAYDAY entwickelte Steuerungssoftware programmiert. Aber auch beim LineUp gibt es viel Neues: Markus Schulz und Gareth Emery zum Beispiel spielen zum ersten Mal bei MAYDAY, obwohl sie schon seit Jahren zu den internationalen Top-Künstlern zählen.
Denn obwohl die MAYDAY laut Vordemvenne eine "echte Konstante in der House & Techno-Geschichte“ ist, entwickelt sie sich seit ihrem Beginn 1991 stetig weiter. Nicht nur, dass sie nach ihrem Start in Berlin zunächst einige Male in Köln stattgefunden hat und es sogar einmal eine Twin-MAYDAY gab, in den letzten Jahren haben sich auch kleinere Ableger der MAYDAY im Ausland bewährt gemacht. Im April zum Beispiel findet die erste MAYDAY in Moskau statt, ein weiteres Event ist für St.Petersburg geplant und die MAYDAY in Katowice feiert dieses Jahr mit 15.000 Besuchern bereits ihren elften Geburtstag.
Und während hierzulande bereits das 20-Jährige Jubiläum geplant wird, gibt das Motto “You make my day”( etwa: “Du machst mich glücklich”) zumindest eine Gemeinsamkeit vor, die keine der zukünftigen Partys jemals ablegen wird. Am Ende zählen eben doch nur die Leidenschaft zur Musik und 15 gute Stunden voll Party und cooler Leute.Linktipps:
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