Love and Peace: Ruhr Reggae Summer 2010 und die Loveparade

Was soll man nach einem Wochenende wie diesem eigentlich über ein Festival schreiben, das parallel nur wenige Kilometer vom Unglücksort der Loveparade stattgefunden hat?
Ist es nicht völlig belanglos, dass es dieses Jahr wieder gut 15.000 Musikfreunde zum Ruhr Reggae Summer in Mühlheim an der Ruhr gezogen hat, um sich von der einmaligen Kombination aus Zelten, Naturschwimmbad und Festivalgelände zu überzeugen?
Ist es nicht völlig banal, wenn man darüber berichtet, dass die Organisation des Festivals vortrefflich, reibunglos und die Stimmung auf dem Festival durchgehend friedlich und harmonisch war?
Und ist es nicht noch viel egaler wenn man feststellt, dass auch 2010 der Ruhr Reggae Summer mit einem wunderbar bunten Line-Up zu überzeugen wusste, familienfreundlich war und mittlerweile fast mehr ist als der kleine Bruder vom großen Summerjam?

Alle Fragen müssen hier und jetzt eigentlich mit einem klaren "Ja" beantwortet werden. Vor allem dann, wenn man sich gerade im eigenen Camp auf dem Zeltplatz gegenseitig Mut macht, dass das Wetter sich bestimmt halten wird und man sich nur beiläufig über die riesige Horde an Blaulichtern auf der Brücke der A40 über dem Zeltplatz wundert, die sich gen Duisburg bewegt. Mit dem Wissen über die Ereignisse aus Duisburg wirkt dieser Moment in der Nachschau fast schon pervers.

Trotzdem ist ein durchweg positives Fazit von einem Katzensprung entfernten Festival eine Randnotitz wert. Die Leistung aller Beteiligten dieses Festivals darf nicht von einer solchen Katastrophe geschmälert werden. Untergehen wird sie natürlich trotzdem zurecht.

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Di, 27.07.2010 3

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Kommentare

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Es ist nicht mein Anliegen, die Besucher des Festivals pauschal als homophobe oder unpolitische Masse abzustempeln. Ich verurteile allerdings die Veranstaltungspolitik von U-Concert, der sich als Organisator aus kommerziellen Gründen gegen eine Distanzierung von derlei "Künstlern" ausspricht. Da hilft letztlich nur der konsequente Boykott der Konzerte und Festivals, um ihnen ihren finanziellen Reiz zu nehmen.

klar..

weiß ich darum. Es gab aber auch dieses Jahr mehrere klare Statementes zu diesem Thema. Desweiteren spielen dort eben auch Bands, die klar Stellung dagegen beziehen. Trotzdem geb ich dir recht, dass ein Künstler wie Capelton dort nich spielen soll und darf. Wurde vom Publikum aber auch ziemlich klar gezeigt. Der Headliner hat vor einer sehr kleinen Zuschauerzahl gespielt. Zeltplatz war gut voll. Ich denke man sollte nunmal kein Festival wegen ein oder zwei strittigen Acts verurteilen. Denn das Festival selbst hat alles andere als Homophobie ausgestrahlt.

Hi Ben,

klick mal den folgenden Link. Dann siehst du den RRS vielleicht mit etwas kritischeren Augen...

http://www.2010lab.tv/blog/homophobe-musiker-bei-reggae-festivals-im-ruh...

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17.01.2010

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