
Kunst & Kultur im Ruhrgebiet - Ein unbeschreiblicher Konfliktzustand
- Serie: Kreativ.Quartier.Ruhr
Wo ein Wille ist, da ist auch immer irgendwas oder irgendwer im Weg. Vor allem, wenn es um Kunst & Kultur geht. Wer in Bochum eine öffentliche Party veranstalten will, muss nachweisen, dass in unmittelbarer Nähe 200 Parkplätze zur Verfügung stehen. Schließlich ist der Bürger König und eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ihm ebenso nicht zuzumuten, wie ein beschwerlicher Fußweg.
Wer in Dortmund ein leer stehendes Gebäude mit Kunst beleben will, muss einen 24h-Sicherheitsdienst auf die Beine stellen. Schließlich wimmelt es in der Stadt von Kulturbanausen, die nur darauf warten, brandschatzend durch die Gegend zu ziehen.
Nein, dies ist nicht der Auftakt eines Manifests gegen den bürokratischen Dilettantismus. Denn es gibt genug Armleuchter-Ideen auf Seiten kreativer Schaffenskrieger, die fast genauso viel Spott verdienen. Aktivismus mit beschränkter Haftung im mehrfachen Sinne.
Womit wir wieder bei Bochumer Parkplätzen wären: Im Viktoriaquartier gibt es da diese Brachfläche gegenüber der entweihten Marienkirche. Jeder Gast, der es generell gut mit der Kultur meint, stellt seinen PKW eben dort ab, denn die gezahlten Gebühren fließen der Kollekte für das seit langem geplante Konzerthaus zu, das zunächst aus rein finanziellen und nicht etwa aus vernunftrelevanten Gründen zum Scheitern verurteilt war und nun in Form eines Musikzentrums wohl doch noch zumindest halbwegs realisiert wird.
In einem rührseligen Interview, das Michael Townsend unmittelbar nach der vereinbarten Neuausrichtung dem pottblog gegeben hat, verweist der Bochumer Kulturdezernent u.a. auf die prompten positiven Resonanzen der benachbarten Konzerthauschefs in Essen und Dortmund. Warum auch nicht gratulieren, wenn doch erstmal nicht die Besucherzahlen, sondern die Subventionen aus Öffentlicher Hand stimmen müssen.
Verflixt noch eins, jetzt hat sich der Beitrag bis hierhin schon weit ausschweifender als gewollt mit gerade einmal zwei Parkplatz-Possen und einem leerstehenden Gebäude beschäftigt, wobei er in der Theorie eigentlich einen gewährfreien Überblick über etliche Konfliktfelder rund um künstlerisches und kulturelles Treiben im Ruhrgebiet liefern wollte.
Geschätzte Leser, vor mir liegt ein Zettel mit allein 17 Stichpunkten, die sich jeweils auf Kulturhäuser und (Künstler)gruppen in sechs Städten beziehen. Daneben sind die Namen fünf weiterer (plus zwei im Sinn) Kommunen notiert, wo es mit Sicherheit ebenfalls noch heiß hergehen wird, bzw. schon hergeht. Aber all diese Punkte angemessen in einem einzigen Artikel vorzustellen, würde an dieser Stelle wirklich den Rahmen sprengen. Insofern... Schnitt!
Bestimmt wird nicht alles gut, aber mit dem nötigen Verstand zumindest einiges besser. Hoffentlich ganz unabhängig von (nicht) vorhandenen Parkplätzen.
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Womit wir wieder bei Bochumer Parkplätzen wären: Im Viktoriaquartier gibt es da diese Brachfläche gegenüber der entweihten Marienkirche. Jeder Gast, der es generell gut mit der Kultur meint, stellt seinen PKW eben dort ab, denn die gezahlten Gebühren fließen der Kollekte für das seit langem geplante Konzerthaus zu, das zunächst aus rein finanziellen und nicht etwa aus vernunftrelevanten Gründen zum Scheitern verurteilt war und nun in Form eines Musikzentrums wohl doch noch zumindest halbwegs realisiert wird.
In einem rührseligen Interview, das Michael Townsend unmittelbar nach der vereinbarten Neuausrichtung dem pottblog gegeben hat, verweist der Bochumer Kulturdezernent u.a. auf die prompten positiven Resonanzen der benachbarten Konzerthauschefs in Essen und Dortmund. Warum auch nicht gratulieren, wenn doch erstmal nicht die Besucherzahlen, sondern die Subventionen aus Öffentlicher Hand stimmen müssen.
Verflixt noch eins, jetzt hat sich der Beitrag bis hierhin schon weit ausschweifender als gewollt mit gerade einmal zwei Parkplatz-Possen und einem leerstehenden Gebäude beschäftigt, wobei er in der Theorie eigentlich einen gewährfreien Überblick über etliche Konfliktfelder rund um künstlerisches und kulturelles Treiben im Ruhrgebiet liefern wollte.
Geschätzte Leser, vor mir liegt ein Zettel mit allein 17 Stichpunkten, die sich jeweils auf Kulturhäuser und (Künstler)gruppen in sechs Städten beziehen. Daneben sind die Namen fünf weiterer (plus zwei im Sinn) Kommunen notiert, wo es mit Sicherheit ebenfalls noch heiß hergehen wird, bzw. schon hergeht. Aber all diese Punkte angemessen in einem einzigen Artikel vorzustellen, würde an dieser Stelle wirklich den Rahmen sprengen. Insofern... Schnitt!Bestimmt wird nicht alles gut, aber mit dem nötigen Verstand zumindest einiges besser. Hoffentlich ganz unabhängig von (nicht) vorhandenen Parkplätzen.
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Di, 11.01.2011
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