Kulturhauptstadt Ruhr 2010 - Friedensbaum der Kulturen

 Artikel von Tobias Neumann

 

KULTURHAUPTSTADT 2010 – Friedensbaum der Kulturen

 

Im März 2002 wurde im GRUGA-Park Essen ein Apfelbaum als Friedenssymbol eingepflanzt. Das Pendant dazu bildete bereits ein Olivenbaum, der in Antakya/Hattay in der Türkei am 11. September 2001 unter den Eindrücken des Anschlages in New York gepflanzt wurde. Nun sollte am 15. März 2010 im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2010 der Baum den Frühlingsschnitt erhalten – und bald Früchte tragen.

 

Essen. Am Montag, dem 15 März um zwölf Uhr kamen die Beteiligten im GRUGA-Park der Messe Essen zusammen. Darunter war Andreas Volke, Pfarrer der evangelischen Gemeinde Essen-Rellinghausen und Geschäftsführer des evangelischen Kulturbüros 2010, der auch schon bei der Einpflanzung des Baumes mithilfe von Schülern der Gesamtschule Süd anwesend war. Er sollte auch an diesem Tag den Frühlingsschnitt vornehmen. Superintendent Irmenfried Mundt war ebenso vertreten wie die Geschäftsführerin des Kulturhauptstadtbüros Ulrike Vetter, Muhamet Balaban der Integrationsbeauftragte der Stadt Essen und Pfarrer Willi Overbeck. Als Gäste waren einige Schaulustige sowie ein ganzer Kindergarten aus dem Essener Stadtteil Burgaltendorf gekommen. Zu Beginn erläuterte Pfarrer Volke die Geschichte der beiden Bäume, die auf Initiativen der evangelischen Kirchengemeinde Rellinghausen zurück gehen. Superintendent Irmenfried Mundt betonte, dass die Verbindung der drei Abrahamsreligionen einen wesentlichen Baustein der interkulturellen Verständigung der Stadt Essen darstelle. Er erinnerte auch an die Bedeutung für den Frieden in der Stadt und rief dazu auf, die Demonstration gegen die Initiative "Pro NRW" zu unterstützen. Danach richtete auch Muhamet Balaban seien Worte an die Anwesenden: Da der Baum "ein Symbol für Interkulturalität und Interreligiösität" sei, zitierte Balaban den Propheten Mohammed, der gesagt habe, "man solle selbst dann einen Baum pflanzen, wenn man wüsste, am nächsten Tage sterben zu müssen". Danach folgte die Beschneidung des Baumes. Alle fassten mit an und halfen einander, unabhängig von Religions- und Kulturunterschieden – so, wie es sein sollte.

 

 

v.l.n.r.: Mundt, Balaban, Vetter, Volke, Overbeck 

Mo, 22.03.2010 3

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Kommentare

Hoffnung allein reicht nicht

Allein die Hoffnung wird nicht reichen. Wir müssen wohl auch was tun. Aber wer? Aber was?

Wollen wir auf bessere Zeiten

Wollen wir auf bessere Zeiten hoffen.

Friedensbaum der Kulturen

Ein Apfelbaum der keine Früchte trägt? Derzeit vielleicht noch kein gutes "Symbol der Interreligiösität" aber ein Zeichen der Hoffnung auf bessere Zeiten?

Über den Autor

15.03.2010

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