
Kreative in die City - KreativQuartier Viktoria
- Serie: Kreativ.Quartier.Ruhr
Die Gegend zwischen Schauspielhaus und Marienkirche in Bochum ist bekannt und wird geschätzt. Den Besuchern ist vor allem das Bermuda3Eck mit seiner bunten Kneipenvielfalt bekannt. Auf den ersten Blick handelt es sich um eigene Schauplätze, die jeweils ein eigenes Publikum anziehen.
Mit der Verdichtung hin zum KreativQuartier Viktoria werden diese unterschiedlichen Aktivitäten in ein Gesamtkonzept eingebunden.
Thomas Zehnter ist einer der Akteure, die sich um die Entwicklung des Stadtviertels engagieren. Martina Gödecke-Behnke traf sich mit ihm auf einen Kaffee.
M. GB: Was genau ist das KreativQuartier Viktoria?
Th. Z.: Das Viertel ist recht groß. Es dehnt sich in der einen Richtung vom Schauspielhaus bis zum Landgericht entlang der Viktoriastraße aus. Diese gibt dem Quartier den Namen. In einer weiteren Richtung reicht es von der Jahrhunderthalle bis zu einem Bunker, der gerade zu einem Wohnhaus umgenutzt wird.
M. GB: Die Szene hier ist recht lebendig, was ist zusätzlich geplant?
Th. Z. Wir wollen vor allem Kreativen und Künstlern die Möglichkeit geben, in diesem Viertel zu wohnen und zu arbeiten. Und wir wollen temporäre Aktionen durchführen. Das jüngste Beispiel ist das t.a.i.b., das bis September auf einer Brachfläche aufgebaut war.
Auf dieser Fläche werden weitere, zeitlich befristete, Aktionen durchgeführt. Daneben gibt es weitere Freiflächen, die genutzt werden können. Mit diesen Aktionen wird das kreative Quartier bekannt - und wir erreichen, dass es vor allem kreativen Berufen und Künstlern vorbehalten ist.
M. GB.: Welche Gebäude stehen den Kreativen zum Wohnen und Arbeiten hier zur Verfügung?
Th. Z. : Wir möchten gern das 'Haus der katholischen Jugend' mieten. Es steht leer und bietet Wohn- und Atelierräume für etwa 20 Künstler und Künstlerinnen. Es haben sich bereits genügend Interessenten gemeldet - das Haus wäre schon voll belegt. Wir erwarten in Kürze die Entscheidung des Vermieters, ob wir dieses Gebäude nutzen können.
M. GB.: Wie sind Sie in alle diese Planungen eingebunden?
Th. Z.: Mein Engagement ist ehrenamtlich, mir ist an guten Bedingungen für Künstler und Künstlerinnen gelegen. Zur Zeit wird ein Verein gegründet, der sich um die Entwicklung des KreativQuartiers Viktoria kümmert.
Natürlich arbeiten wir eng zusammen mit dem European Centre for Creative Economy in Dortmund und der Stadt Bochum zusammen. Das Ziel ist lohnenswert, das Stadtviertel nachhaltig für kreatives Potenzial zu entwickeln.
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