DJ Illvibe © Jazz Offensive Essen

Kooperation kompakt: Das 16. JOE Jazz Festival Essen

… im Katakomben Theater im Girardet Haus, 20.-22. Januar 2012

Drei Abende mit unterschiedlichen Jazz-Ansätzen, jetzt noch einmal anders gestrickt und sanft modernisiert – so präsentiert sich das längst etablierte JOE Jazz Festival in diesem Jahr. Dazu passend: Drei kurze Fragen an Patrick Hengst vom Veranstalter, der Jazz Offensive Essen.

Der Auftritt des Quartett Irène und der von Marc Ducret sind Ergebnis einer erstmaligen Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturzentrum aus Rüttenscheid, und die Folkwang Universität bringt das Soulfood Organ Quartett mit. Bedeuten diese Partnerschaften eher eine finanzielle oder eine organisatorische Entlastung?

Mein Mit-Vorsitzender, John-Dennis Renken, hatte sich für Marc Ducret interessiert und vorsichtig angefragt. Bald meldete sich dann Michel Vincent vom Deutsch-Französischen Kulturzentrum bei uns und hat letztlich erst ermöglicht, dass er überhaupt auf dem Festival spielen kann. Diese Kooperation mit dem Zentrum soll auch in den nächsten Jahren gerne fortgeführt werden. Dasselbe gilt auch für Folkwang, die eher implizit schon immer dabei waren. Mir als Musiker war aufgefallen, dass ich die meisten der aktuellen Künstler von dort gar nicht kenne – obwohl ich selbst jahrelang bei Folkwang war. Diese offizielle Kooperation bewirkt nun ein stärker verbindendes Element, wobei eine Jury von Folkwang die Gruppe selbst bestimmt, die bei uns auftritt.

Das Kapital © Jazz Offensive Essen
Das Kapital © Jazz Offensive Essen
Das Zodiak Trio und Das Kapital stehen eher für das „harte Ende“ des Genres, das Kathrin Scheer Quartett, Marc Ducret und vielleicht auch [em] und das Maxime Bender Quartett mehr für einen „Listening“-Ansatz. Wie gestaltet man eigentlich die Dramaturgie eines Festivals mit je drei Acts an drei Abenden?

Neben den Kooperationspartnern gibt es außerdem noch den „Solo Spot“ als festen Programmpunkt. Zeitlich ist alles recht knapp gestrickt, aber es ergibt sich für jeden Abend eine eigene Dynamik. Im letzten Jahr war ich nur an der Durchführung, nicht an der Planung beteiligt und war nicht sicher, ob die Dramaturgie so funktioniert, wie sie auf dem Papier stand. Das wurde dann ganz fantastisch. In diesem Jahr sieht das LineUp auf dem Papier sehr gut aus, mal sehen wie es dann live wird. Zum Glück weiß man das vorher nie ganz genau.

[em] © Gosse/Geldermann
[em] © Gosse/Geldermann
Eine Weltpremiere steht auch ins Haus in diesem Jahr, und zwar die Präsentation des Debütalbums von DJ Illvibe (s. großes Foto) & Paul Lovens. Ein (verspäteter) Ritterschlag des Turntable Jazz?

DJ Illvibe als Sohn des bekannten Free Jazzers Alexander von Schlippenbach und dessen Schlagzeuger Paul Lovens erzählten John-Dennis und mir vor einiger Zeit, dass sie ein Album machen wollen. Dazu muss gesagt werden, dass nicht nur Illvibe, sondern auch Paul ein unglaublicher Typ ist, gar nicht unbedingt weltweit bekannt, aber ein unfassbarer Schlagzeuger. Insofern stellte sich bei der Aussicht, die Albumpräsentation auf dem Festival zu machen, gar nicht die Frage, ob und wie das nun passt. Ärgerlicherweise habe ich selbst die beiden noch nie live gesehen und kann das auch am Festival-Sonntag nicht, weil ich an dem Abend als Schlagzeuger mit dem Oliver Maas Trio in Bonn spiele.

16. J.O.E. Jazz Festival Essen
20.-22. Januar 2012, je 20h (So 19h)
Katakomben Theater im Girardet Haus

Das neue Album unter Beteiligung von Patrick Hengst:
„Liegend“ vom Oliver Maas Trio auf JazzSick Records.
Live am 22. Januar 2012 ab 19 Uhr in der Blücherstr. 14 in Bonn.

Mi, 18.01.2012 0

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04.12.2009

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