Kein Still-Leben auf der A40 - romantische Aufruhr durch „100 Bräute für Marxloh“

Am Sonntag, 18. Juli werden „100 Bräute für Marxloh“ auf der gesperrten A40 auf sich aufmerksam machen und so stellvertretend für den Duisburger Stadtteil Marxloh die „romantischste Straße Europas“ repräsentieren.

Der romantische Aufmarsch soll hinweisen auf die Brautmodenmeile der Weselerstrasse mit ihren über 52 (+ der Medienbunker = 53!) Brautmoden-Läden. Dabei geht es nicht um die kommerzielle Bewerbung der Geschäfte, sondern um das symbolische Setzen eines Kontrapunktes – denn Marxloh wird in der Außenwahrnehmung häufig noch immer als gefährliches „Schmuddelviertel“ bezeichnet.

Doch der Stadtteil befindet sich längst im Wandel und lässt die Öffentlichkeit teilhaben an dem Findungsprozess hin zu einer neuen Identität.

100 Bräute versprechen Romantik

So nehmen die “100 Bräute” am Sonntag das Kulturhauptstadt Projekt auf der A40 als Anlass, um Marxloh symbolisch ein Versprechen zu geben: Die Bewohner sind für ihren Stadtteil, und der Stadtteil ist für seine Bewohner da!

Hochzeitsfotos mit 100 Bräuten

Die Besucher der A40 bekommen Gelegenheit diese sinnbildliche “Hochzeit” mit Livemusik mitzuerleben und sich mit den Bräuten, roten Rosen und Luftballons fotografieren zu lassen.
Zu finden sein wird der kollektive Traum in Weiß direkt vor der Bühne Duisburg-Häfen (Block 1, Km 38,8, Tische 39,40,41).

Made in Marxloh

Ideengeber der Aktion „100 Bräute für Marxloh“ ist die Gruppe „Made in Marxloh“ bestehend aus dem Medienbunker-Marxloh. Tatkräftige Unterstützung erhält die Aktion durch das Internationale Handelszentrum Duisburg (IHZ), dem Marxloher Einzelhandelsbündnis (MEB) und der Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU).

Die Aktion „100 Bräute für Marxloh“ reiht sich ein in die mittlerweile bundesweit berühmt gewordene Imagekampagne „Made in Marxloh“, die ihren Beginn während der Eröffnung der DITIB-Moschee im Herbst 2008 feierte. Seitdem erfreut sich das Kollektiv aus Medienmachern, Stadtplanern, Soziologen und Künstlern einer zunehmenden Bekanntheit über die Stadtteil- und bundesgrenzen hinaus.
Wesentliches Element aller Aktionen der Imagekampagne besteht aus den augenfälligen, gelben Schildern mit dem Schriftzug „Made in Marxloh“ – die seit der ersten Aktion 2008 als „Kultobjekte“ des Stadtteils gelten.

Foto: Rainer Kzonsek (Medienbunker)

Mehr zum Thema:

2010LAB.tv:

Ruhr.2010:

DerWesten:

WDR-Aktuelle Stunde:

Mehr über Made in Marxloh:

2010LAB.tv:

Süddeutsche Zeitung:

Spiegel:

Goethe Institut:

RTL-Beitrag (auf YouTube):

ZDF - aspekte

 
Fr, 16.07.2010 1

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Kommentare

Schmuddel im Rampenlicht

Warum ist MadeinMarxloh so erfolgreich? Und warum kann Essen Nord oder Dinslaken Lohberg sich nicht auch so aus dem Schmuddel ziehen? Ich bin ein Bewunderer ohne Erklärung - und vielleicht ist das das Geheimnis. Marxloh ist nicht nur Plan oder städtische Strategie, sondern der Alltag der Leute vor Ort. Oder simpel gesagt: Just do what you want ! But do it!

Über den Autor

11.02.2010

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