
Update! (Teilerfolg im) Kampf um freie Kunst und kleine Kosten
- Serie: Kreativ.Quartier.Ruhr
Auf bunte Farbkleckse im Alltagsgrau der Dortmunder Nordstadt weist die Initiative für ein Unabhängiges Zentrum aktuell auf ihrer Internetseite hin. Unter dem Titel „Für ein anderes Gesicht dieser Stadt“ ziert kreative Street-Art Häuserwände, Post- und Stromkasten. UZDO wähnt durch diese sympathische Freigeist-Aktion den eigenen Aufruf zur künstlerischen Nutzung des öffentlichen Raums erhört.
Die Gruppe selbst beweist auch dreieinhalb Monate nach der temporären Besetzung des Kronenbrauerei-Geländes im Kampf um ein selbst verwaltetes Zentrum einen langen Atem und lässt sich auch von politischen Vertröstungsarien nicht von ihrem Ziel abbringen. Als angestrebter Freiraum stehen derzeit die Räumlichkeiten des Museum am Ostwall ganz hoch im Kurs, da das Museum im Dortmunder U eine neue Bleibe gefunden hat.
Im Zuge dessen sol es im Sinne von UZDO am 4. & 5. Dezember explizit im anvisierten Ort mitsamt zahlreicher Unterstützer zu einer Informationsveranstaltung mit Pressekonferenz, Podiumsgespräch, Vortrag, Party und viel lecker Essen kommen. Diesem Plan hat die Stadt allerdings in seiner angedachten Form via Ruhrbarone eine Absage erteilt.
„Die Büro- und Lagerräume werden bis zum Jahresende weiter von den Mitarbeitern des Museums genutzt. Solange bleibt das Gebäude im Gebrauch der Kultur. Danach geht es in den Liegenschaftsbesitz der Stadt über und soll vermarktet werden“, äußert sich Dagmar Papajewski, zuständige Pressereferentin der Stadt, gegenüber 2010LAB zum Stand der Dinge und der Zukunft des Geländes.
Da die UZler eine derartigen Reaktion der Stadt bereits bei ihren Planungen in Betracht gezogen hatten, habe man einen Ausweichstandort in der Hinterhand. "Ob sich die kreative Masse jedoch wegen schleierhaften Ausreden von städtischen Leerstandsobjekten fern halten lässt, bleibt abzuwarten", so Svenja Noltemeyer vom UZDO-nahen Büro für Möglichkeitsräume..
Am Freitag hat sich die nimmermüde Initiative zunächst einmal im städtischen Rathaus angekündigt, wo ein Empfang im Kulturbüro und die Übergabe eines Offenen Briefs angedacht ist.
Unterdessen ziehen sich die Arbeiten im und rund um das neue Zuhause des MaO weiter in die Länge. Aber ein Schelm, der Kalkül dahinter vermutet, dass das Werbebanner einer Krankenkasse gleich in mehrfacher Ausführung ausgerechnet am Bauzaun des Dortmunder U flaggt…
Update: Nach Gesprächen mit Vertretern der Stadt vermeldet UZDO die Nutzungserlaubnis für die geplante Veranstaltung am ersten Dezemberwochenende im Alten Museum am Ostwall.
Fotos: UZDO (Teaser/Flyer), Michael Blatt (Banner)
Ähnliche Beiträge
Die Gruppe selbst beweist auch dreieinhalb Monate nach der temporären Besetzung des Kronenbrauerei-Geländes im Kampf um ein selbst verwaltetes Zentrum einen langen Atem und lässt sich auch von politischen Vertröstungsarien nicht von ihrem Ziel abbringen. Als angestrebter Freiraum stehen derzeit die Räumlichkeiten des Museum am Ostwall ganz hoch im Kurs, da das Museum im Dortmunder U eine neue Bleibe gefunden hat.
Im Zuge dessen sol es im Sinne von UZDO am 4. & 5. Dezember explizit im anvisierten Ort mitsamt zahlreicher Unterstützer zu einer Informationsveranstaltung mit Pressekonferenz, Podiumsgespräch, Vortrag, Party und viel lecker Essen kommen. Diesem Plan hat die Stadt allerdings in seiner angedachten Form via Ruhrbarone eine Absage erteilt.„Die Büro- und Lagerräume werden bis zum Jahresende weiter von den Mitarbeitern des Museums genutzt. Solange bleibt das Gebäude im Gebrauch der Kultur. Danach geht es in den Liegenschaftsbesitz der Stadt über und soll vermarktet werden“, äußert sich Dagmar Papajewski, zuständige Pressereferentin der Stadt, gegenüber 2010LAB zum Stand der Dinge und der Zukunft des Geländes.
Da die UZler eine derartigen Reaktion der Stadt bereits bei ihren Planungen in Betracht gezogen hatten, habe man einen Ausweichstandort in der Hinterhand. "Ob sich die kreative Masse jedoch wegen schleierhaften Ausreden von städtischen Leerstandsobjekten fern halten lässt, bleibt abzuwarten", so Svenja Noltemeyer vom UZDO-nahen Büro für Möglichkeitsräume..
Am Freitag hat sich die nimmermüde Initiative zunächst einmal im städtischen Rathaus angekündigt, wo ein Empfang im Kulturbüro und die Übergabe eines Offenen Briefs angedacht ist.
Unterdessen ziehen sich die Arbeiten im und rund um das neue Zuhause des MaO weiter in die Länge. Aber ein Schelm, der Kalkül dahinter vermutet, dass das Werbebanner einer Krankenkasse gleich in mehrfacher Ausführung ausgerechnet am Bauzaun des Dortmunder U flaggt…Update: Nach Gesprächen mit Vertretern der Stadt vermeldet UZDO die Nutzungserlaubnis für die geplante Veranstaltung am ersten Dezemberwochenende im Alten Museum am Ostwall.
Fotos: UZDO (Teaser/Flyer), Michael Blatt (Banner)
Ähnliche Beiträge
Do, 25.11.2010
0
Kommentar hinzufügen
Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Ähnliche Beiträge
02.05.2010 - 14:39
Thema
Stadt
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.
Branche
Aktuelle Tweets


























