
Kühlschränke und Rechtslenker
- Serie: Kunst
Die A43 an der Anschlussstelle Herne-Eickel rauscht unüberhörbar über die kleine Sackgasse hinweg, in der Hilmar Born in einer Ausstellungshalle das Opel-Museum Herne eingerichtet hat. "Museum ist nicht unbedingt der richtige Name, aber wie das so ist, mussten wir dem Kind einen Namen geben“, erklärt der Diplom-Ingenieur, der mit der Genehmigung der Adam Opel AG vor 18 Jahren das Opel-Museum an der Riemker Straße gegründet hat.
In der großen Ausstellungshalle finden sich hunderte, vor allem alte und angestaubte Opel-Reliquien: Oldtimer, Modellautos, Fahrräder, Kinderwagen, Nähmaschinen, Kühlschränke, Plaketten, Embleme und Schilder. Im Hof stapelt sich der Querschnitt alter Opel-Schätzchen von 1950 bis 1980, die so heißen, als seien sie Mannschaftsführer einer Armee: vom Kadetten, über den Kapitän zum Kommodore und Admiral - wie der Opel-Kapitän etwa, Baujahr 1951, Rechtslenker, oder der Opel Admiral B, Sechs-Türer. Die Zusätze zu den Modellnamen verheißen Spitzenleistungen: Olympia, Rekord D oder Opel-Blitz. Auch der Diplomatensprache hat sich Opel bedient, wie mit dem Opel-Diplomat oder dem Opel-Senator. In der Ausstellungshalle lagern die Oldtimer nebeneinander, übereinander - vor allem aber auseinander, denn hier wird in erster Linie gesammelt, gearbeitet, gebastelt, repariert. „Wir wollen eine lebendige Sache“, sagt Hilmar Born. Wenn ausreichend gebastelt und gefachsimpelt wurde, präsentieren die 350 Mitglieder der Interessengemeinschaft ihre Schätzchen regelmäßig der Öffentlichkeit.
Öffnungszeiten: Mo 10-16, Di-Do 10-19 & nach Vereinbarung.
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