
Japan Media Arts Festival in Dortmund – ganz große japanische Momente
55 Künstler, 3 Wochen, 1 Ort: Dortmunds U lässt die Sonne aufgehen
Sensation ist keine Übertreibung für das Programm des Japan Media Arts Festivals 2011. Schon die Kette der vorherigen Gastgeber Peking, Shanghai, Singapur, Wien, Istanbul – und jetzt Dortmund – lässt uns staunen. Doch die guten Beziehungen des HMKV nach Japan plus das 150-jährige Jubiläum Preußisch/Deutsch-Japanische Beziehungen haben das hochkarätige Festival ins Dortmunder U reisen lassen.
Knall-Pop Eröffnung am heutigen Samstag
Am Eröffnungswochenende werden erstklassige japanische Künstler auftreten, darunter so etwas wie die Spice Girls Japans, nämlich Momoiro Clover Z mit ihrem sehr eigenwilligen, Performance-orientierten J(apan)-Pop und die Vocaloid (Vocal-Android)-Künstlerin Hatsune Miku - wohl der berühmteste „Gesangs-Avatar“ Japans. Sie wird mit der Band als Projektion im U auftreten – verfolgt von staunenden Deutschen vor Ort und vielen tausend Japanern und Anime-Fans im Internet. Schon allein dieser Act wird viele Japaner vor Neid erblassen lassen, die normalerweise um Karten für ein Konzert kämpfen müssen.
Ob also jemand die japanische Gegenwarts-Kultur jenseits von Sushi und Heidi kennenlernen will oder die grandios unbeschwerte, irgendwie eigenartige Kultur-Mischung aus Pop, Video- und Computerspielen, Comic, Film, Kunst und Kommerz vertiefen möchte – jeder wird begeistert sein.
Vom Kern in alle Richtungen der Medien
Ein anderer unterhaltsamer, ebenso zentraler Raum ist vollgestellt mit Figuren vom Meister Osamu Miyawaki: Von Godzilla über Aliens, Roboter bis zu einer Armee hübscher kleiner Mädchen entstammen seine Figuren meist Mangas und wurden zu Filmen. Die computergenerierte Nachfolger wie die erwähnte Hatsune Miku stellten die Fortschreibung der Tradition dar
Live-Stream Club zum Feiern über Kontinente hinweg
Ein Highlight des Wochenendes wird die Show des eigenwilligen, kreativen Tausendsassa Naohiro Ukawa sein, der in einem eigens gebauten Clubraum das Projekt Final Media Dommune erschafft. Eine „Twitter Disco“, ein Streaming Event, der in den orginalen Dommune Club in Shibuya, Tokio übertragen wird. Doch auch in diesem kleinen 
Es gäbe noch viel zu erwähnen: die fantastisch-lyrischen Licht-Schatten Arbeiten von Kuwakubo Ryoto, die iPhone/iPad-3D-Mini-Theater von Jitsuro Mase und Tom Nagae oder auch die Playstation-3-Arbeiten von Jun Fujiki.
Es gibt also reichlichst Gelegenheiten für „typisch japanische“ Momente eines Europäers: jene Mischung aus Faszination, Verwirrung und Kopfschütteln, die ordentlich verrührt zu einem unterhaltsamen, belebenden, ganz und gar einzigartigen Gemisch wird.
Japan Media Arts Festival vom 9.9. - 2.10. in der 6. Etage des Dortmunder U.
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