leaves on steel | photo by Swantje Diepenhorst

Jack Roberts über Future Human

Ein erstklassiges Beispiel, wie Innovation und Technologie unser Leben beeinflusst

Pech gehabt: Um ein besseres Aufnahme-Ergebnis zu erzielen, gehen wir aus dem lärmenden Allpress Cafe nach draußen in die Sonne. Während Jack Gwilym Roberts, Managing Director bei Good Publishing und Future Human, erläutert, welchen Einfluss Technologie auf unser Leben hat, macht mir ausgerechnet mein iPad einen Strich durch die Rechnung.

Die erste Hälfte der Aufnahme ist verschwunden, nachdem Jack mir ein YouTube-Video zeigte, um seine Erläuterungen zu dem sich wandelnden Umgang mit Medien zu untermauern. Jetzt wissen wir, dass ein iPad nicht multitaskingfähig ist. Die zweite Hälfte der Aufnahme war nach dem Interview verschwunden, weil... Ich habe keine Ahnung. Das ist noch nie zuvor passiert. Murphy's Gesetz war also bei uns. Nichtsdestotrotz war der Aufnahme-Knopf in meinem Kopf gedrückt, es kann also losgehen, Future Humans.

 

Zu Beginn möchte ich gleich auf das YouTube-Video zeigen, mit dem Jack erklärte, wohin sich die Zukunft bewegen wird: Ein Magazin ist ein iPad, das nicht funktioniert.

 

Die Codes der Betriebssysteme ändern sich. Zukünftig werden das reale und das digitale Leben sich immer ähnlicher werden, was jüngeren Leuten keine Angst macht: "Momentan kommt das digitale in unser reales Leben. Eines Tages wird es andersherum sein", sagt Jack.

 

Nehmen wir z.B. öffentliche Vorführungen: Jack beschreibt eine Leinwand, die man fast wie ein Poster aufrollen kann und die an einem öffentlichen Ort platziert wird. Sie kann mit einem Link versehen werden und die Menschen des Viertels können auswählen, was gezeigt werden soll. Das Potenzial liegt in der entstehenden Gemeinschaft. "Wie der Autor William Gibson sagte: Die Zukunft ist hier, sie ist nur nicht gleichmäßig verteilt. Wir berichten nicht über  Dinge, die passieren könnten, wir berichten über Dinge, die gerade passieren."

 

Future Human beleuchtet Innovation in einem Zeitalter radikaler Veränderungen und fokussiert die immer schneller voranschreitende Evolution unserer Kultur und Wirtschaft. Jack ist bestrebt, die dringenden Ideen und Trends zu enthüllen, die unserer Zukunft Form geben sowie die Geschichten von Unternehmern, Innovatoren und Denkern zu erzählen, die Großbritannien im 21. Jahrhundert neu erfinden. "Im Jahr 2007, als wir zum ersten Mal über den Silicon-Roundabout in der Old Street berichteten, befanden sich dort 15 Firmen. Jetzt haben sich um die 500 dort angesiedelt und man findet die innovativen Köpfe der Kreativbranche, Medien- und Musikindustrie hier. Die Gegend um Tech City wächst rasend schnell."

 

Für Februar plant Future Human eine Veranstaltung zum gläsernen Menschen: "In Transparent Life untersuchen wir, wie diese Evolutionen in Form von Daten-Visualisierung die Art und Weise verändern werden, in der wir die Welt um uns herum aufbauen, d.h. die Grenzen zwischen unseren realen (materiellen/bekannten) und den aufkommenden digitalen (illusionären) Technologien. Für zukunftsweisende Applikationen im Bereich erweiterte Realität lohnt es sich, Keeichi Matsudas Konzept-Video oder Janes Allibans 3D Skulptur-App anzuschauen.

 

Jack ist der Ansicht, dass der 3D-Drucker der nächste große Hype wird - es handelt sich um eine neue Technologie, die nicht teurer ist als die vorhergehenden Drucker. Daher wird es auch keine wirkliche Frage sein, welchen Druck man auswählt. "Digicave verwendet ihre 3D-Technologie für verschiedene Zwecke - hier kann man jedoch sehen, wie sie für "Telepräsenz"-Kommunikation zwischen Privat-Verbrauchern genutzt werden kann." Vor kurzem hat ihn noch eine andere Entwicklung beeindruckt: „Ein neues interaktives System kreiert die Illusion, dass der Nutzer direkt mit 3D-Grafiken interagiert. Es ermöglicht physikalisch-realistische Interaktion zwischen realen und virtuellen 3D-Objekten - so habe ich nach einem 3D-Fisch gegriffen, während ich in einem digitalen Aquarium stand!"
 

So, 26.02.2012 0

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05.11.2010

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