Internationaler Tag gegen Homophobie, RainbowFlashmob in Hamburg

Neulich in der Straßenbahn versuchten mich zwei ältere Damen, die der Glaubensbewegung der Zeugen Jehovas entsprungen waren, davon zu überzeugen, dass die Liebe unter Männern falsch und abartig sei. Das hat mich angeregt, mich näher mit dem Thema Homophobie auseinander zu setzen. In vielen Kulturkreisen ist sie sehr präsent.

Oder wann hast du das letzte mal das Wort „schwul“ als Synonym für „scheiße“ gehört oder gar selbst benutzt?

17. Mai, Internationaler Tag gegen Homophobie, International Day Against Homophobia (IDAHO)

 

Seit 2005 wird der Tag von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Transgendern und deren Freunden genutzt um ein Zeichen gegen Intoleranz und Homophobie zu setzen. An diesem Tag vor 20 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen, was soviel bedeutet wie, dass sie offiziell nicht mehr als Krankheit angesehen wurde.

Auch in Hamburg gab es den Aufruf für eine bunte Aktion auf dem Rathausmarkt. Dabei war mensch aufgefordert ein persönliches Statement für mehr Toleranz gen Himmel steigen zu lassen.
Das ganze wurde von vielen photographisch und filmisch festgehalten und als bleibendes Zeichen ins Netz gestellt.

Weitere Infos und Bilder unter: http://www.rainbowflash.info/

Mein Wunsch an diesem Tag, ist auch die Antwort, die ich den beiden Damen in der Bahn gebe:

Ich wünsche mir, dass sich die Leute über die Liebe zwischen Menschen freuen, statt sie zu verurteilen.

Foto oben: Ludger Menke
Foto andere: www.rainbowflash.info

Mi, 19.05.2010 2

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Kommentare

Gruß aus Hamburg

Das war wirklich bewegend - und so viele Passanten haben auch mitgemacht.

Vielen Dank, Katja

Steilvorlage

Warum hat sich die Kulturhauptstadt nicht bei so einem farbenfrohen Zeichen gegen Homophobie beteiligt?

Weil der Horizont von RUHR.2010 bei gelben Schachtzeichen endet...

Über den Autor

15.01.2010

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