
Heiner Goebbels erhält hochdotierten internationalen Ibsen Preis
Rückbesinnung als Fortschritt: Künstlerischer Leiter der Ruhrtriennale 2012 – 2014 geehrt
Nun reagiert die Welt der Hohen Kunst nachhaltig auf einen Verfechter der Authentizität. Gerade in Zeiten, in denen Opern und Kinoproduktionen mit Stars und Sternchen besetzt werden müssen, damit sie sich überhaupt noch einigermaßen verkaufen, besinnt sich ein Teil der Förderer dramatischer Hochkultur auf das Eigentliche.

Man kann schon die Berufung von Heiner Goebbels zum Intendanten der Ruhrtriennale als eine Auszeichnung begreifen, aber die Vergabe des mit € 330.000.- dotierten International Ibsen Awards 2012 an Heiner Goebbels kommt einer Trendwende gleich. Blickt man auf die Preisträger und entdeckt darunter den norwegischen Schriftsteller und Dramatiker Jon Fosse, ist es genau diese ruhige Richtung, die die norwegische Regierung veranlasste, nun auf einen Mann zu setzen, der mit seiner Arbeit eine unbedingt authentische Auffassung der dramatischen Kunstwerke vorlebt. Eitelkeiten sind hier nirgends zu finden, eigenen sensiblen Wegen werden Stimmen verliehen. Die sind in den vergangenen Jahren sehr rar geworden auf den Bühnen der Welt.

Wir präsentieren aus diesem Anlass den exklusiven Mitschnitt der aktuellen Rede Heiner Goebbels über eine „andere Kreativität“, die er am 09. März 2012 auf dem Forum d'Avignon Ruhr hielt, das LABKULTUR.TV als Medienpartner begleitete.
Text: Boris Alexander Knop
Foto: Forum d'Avignon Ruhr (Ruhr.2010)/Manfred Vollmer
Kommentar hinzufügen
Empfohlene Beiträge
Ähnliche Beiträge
Thema
Stadt
Branche
Aktuelle Tweets




































