Fundstücke A40

Dienstag, 20. Juli 2010

Dirk Schmidt von der Jungen Union schreibt in einem Blog (Gelsenkirky) diese wunderbare Story: „Ich selbst war an Tischen im Block 62 anzutreffen, so ungefähr gegenüber vom Baumarkt Bauhaus direkt an der Auffahrt Westenfeld in Richtung Essen. Von der CDU und insbesondere meinem Ortsverband Westenfeld kamen da einige vorbei, wo wir nachmittags Kuchen zusammentrugen und diesen entsprechend mit Getränken verzehrten. In der Zwischenzeit formte ich immer wieder mal ein paar Tiere aus Modellierballons für vorbeilaufende Kinder und deren Eltern. Pamela traf sich auch mit den Freunden von den Englischen Stammtischen. Ich bin dann sogar mal bis zur Ausfahrt Wattenscheid-West gelaufen, wo ein paar Mitglieder der Jungen Union ausharrten.“ Das wär was für einen Literaturpreis.

Sing-säule. Hört mal rein: http://www.singsaeule.de/

Man hört so manch Unerhörtes, aber ansonsten interessiert es mich nicht mehr. Ein echter Flop.
 

Medienschelte 1

Bei den Ruhr-Nachrichten nach Kultur suchen im Netz ist, als würde man ein Rezept bei Google suchen, das sich mit Backsteinpflaumenkuchensuppe suchen würde. Eine ungeheuerliche Frechheit und Dummheit. Im Lokalteil findet man Kultur unterhalb der Stadtteilberichte und dann dünn wie ein Crêpe in Südfrankreich. Ich finde dann doch das Crêpe und sehe, wie sich die Zugaufspringer ins Bild setzen, unreflektiert und populistisch:
„Auch der Direktor des Regionalverbandes Ruhr, Heinz-Dieter Klink, sprach sich für eine Wiederholung aus. Sie dürfe aber keine bloße Kopie der Premiere sein, sagte er am Montag. Er könnte sich zum Beispiel vorstellen, bei einem der nächsten Still-Leben die nördlich der A 40 verlaufende A 42 für Fußgänger und Radfahrer freizugeben, sagte Klink der dpa.“

Ich werde das fortsetzen und die "anderen" Medien zusammenhauen.

Kommentare vom Balkon

Ein Kommentar zu Frank Goosens Lob in Richtung Ruhr.2010: „Der Goosen ist zum Lob verdammt, sonst findet er in Bochum und im Ruhrpott nicht mehr statt. Das gleiche gilt für alle Promis aus der Region, wer sich nicht als begeisteter Ruhrpottler outet, ist weg vom Fenster. Kritik oder Satire hört man nie! Nur Lob und Lokalromantik. Jeder Mülleimer und Schmuddelecke wird liebkost.“

Wir sind doch nicht einmalig. Hier Beispiele (DerWesten): „Andere machen ja vor, dass und wie es geht: Für „Happy Mosel“ sperrt das Land Rheinland Pfalz zu Pfingsten 180 Kilometer Straße. Und für „Tal total“ ist die Rheinstrecke zwischen Rüdesheim und Koblenz für einen Tag gesperrt – 120 Kilometer autofreie Zone, nur Feiern ist erlaubt.“

Und hier ein völlig ahnungsloser Zeitgenosse, von denen es ja drumherum wimmelt:
„Ich halte von solchen Veranstaltungen nichts. Wem nützen sie? Sie kosten Steuergelder und behinder t massiv den Verkehr. Demnächst kommt jede Stadt und sperrt mal eben ein Stück Autobahn für irgendwelche Feste. Im Grunde dienen solche Aktionen doch nur rein wirtschaftlichen Interessen auf Kosten der Steuerzahler. Zumindest muss sichergestellt sein, dass sämtliche!! Kosten vom Veranstalter getragen werden. Das sollte für alle Großveranstaltungen gelten die auf öffentlichen Straßen oder Plätzen stattfinden.“
#2 von Braga , am 19.07.2010 um 14:20

Und es geht noch intelligenter (labern aber nicht dabei sein): „Das Still-Leben sollte eine einmalige Sache bleiben. Ich habe die Veranstaltung gestern gemieden, weil sich mir kein Sinn darin erschließt, mit 3 Mio. Menschen über eine Autobahn zu laufen. Was soll das und warum macht man sowas? Wenn ich an die Kosten denke, die durch das Aufgebot von Polizei, Krankenwagen, Feuerwehr und Reinigung der Strecke entstanden sind, habe ich noch weniger Verständnis für diese Aktion. „
#3 von Eunice , am 19.07.2010 um 14:20

Diese Kostenscheißer gehen mir auf den Nerv. Ich erinnere mich gerne an ein Projekt der Kölner Performancekünstlerin Angie Hiesl aus Köln. Sie hat alte Leute auf Stühle gesetzt, die sich hoch an Wänden befinden. Das, was einigen Leuten einfiel war unter anderem, wer denn dafür aufkommt, wenn sie runterfallen. Wer soll das bezahlen?

Und zum Letzten, sonst wird ätzend:
Ich brauche definitiv keinen weiteren Autobahnbegehungstag. Ich war da und bin nach zehn Minuten wieder gegangen. Der Sinn dieser Veranstaltung erschließt sich mir nicht. Bislang konnte es mir auch niemand erklären. Der Sinn ist offensichtlich der Unsinn. Wenn das so ist, dann legt es nächstes Mal auf Rosenmontag. Aber für diese Meinung werde ich dann jetzt wieder als Nörgler und elitärer Bonze hingestellt. Soll mir recht sein. Auch das ist typisch Ruhrgebiet.
#11 von Schall und Rauch , am 19.07.2010 um 14:48“

Hallo! Nicht als Bonze oder Nörgler, sondern als Blödmann!

Gute Nacht

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Mi, 21.07.2010 0

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03.03.2010

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Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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