
Freies Geld für freie Kunst
Grundeinkommen für die kreative Gesellschaft
- Serie: Kunst
Die Zeiten ändern sich. Wo früher hemmungslos malocht wurde, sitzen nun Kultur-Afficionados vor beleuchteten Glasplatten und verschütten ihren Latte-Machiato, als sie einsehen müssen, dass sie schon wieder pleite sind.
Aus der Pleite in die angewandte Kunst
Kreativität heißt Leben am Limit – das Geld ist bald wieder weg, also heißt es statt Sinn lieber Waren produzieren. Und von den Dächern pfeifen die prall-gefressenen Strippenzieher ihren bittersüßen Evergreen mit dem eingängigen Titel: „Not macht erfinderisch!“
Kurzum: Not macht nicht erfinderisch, Not macht Diebe! Also entsteht auch keine interessante Kunst und schon gar keine kreative Gesellschaft! Denn nur die Kinder reicher Eltern, die durch beruhigenden Tee von der Höllen-Rutschbahn der Leistungsgesellschaft abgekommen sind, können ohne Raubbau an sich selbst überhaupt anfangen kreativ zu werden. Kreativ-werden ist natürlich gut, doch unter schwierigsten Bedingungen heißt das eben nur zu versuchen aus Scheiße Gold, aus Plastikplanen Halsketten, aus Motiven Logos, aus Bildern Serien und aus Objekten Multiples zu machen. Anschließend aus Avantgarde-Theater Krimi-Dinner und schon kommt mal wieder eine(r) so gerade über die Runden.
Bedingsloses Vertrauen in die Menschen

Freigeld für alle, für eine kreative Gesellschaft!
Der Autor dankt René Krüger für die Inspiration zu diesem Beitrag
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