
Fotograf Markus Mielek: Menschen im Visier
Der Dortmunder stellt Menschen in den Mittelpunkt seiner Arbeit – und besetzt Nischen
Einsamkeit und Isolation in der Großstadt, so lautet das Thema, das Markus Mielek in seiner Fotoserie „Kokon“ verarbeitet. In seiner Diplomarbeit stellt er einen Ausschnitt aus dem Leben der Menschen dar, die in einem Kokon leben, sich isolieren. „Mit Menschen“, sagt der Fotograf, „arbeite ich am liebsten.“

Studium statt "Schöner Wohnen"


Als er 2009 sein Studium als Diplom-Designer abschließt, macht er sich selbstständig, reist heute für Magazine, Agenturen und Unternehmen kreuz und quer durch die Republik und fotografiert für bekannte Werbekampagnen in den Bereichen People, Mode, Editorial, Werbung und Business. Markus Mieleks Dienstleistung erstreckt sich von der Konzeptionierung, Locationsuche und Modelcasting über das eigentliche Shooting bis hin zu der Postproduktion. „Ich bin sehr glücklich in meiner Situation, wenn man bedenkt, dass ich Anfang des Jahres nicht immer wusste, woher das Geld für die laufenden Kosten nehmen.“ Doch seit diesem Sommer steht das Telefon von Markus Mielek nicht mehr still. Seine Arbeit hat sich bereits herum gesprochen. Der Fotograf wird weiter empfohlen.
Kunden setzen oft auf Einheitsbilder statt auf Exklusivität
Der selbständige Fotograf ist froh um die Fotoaufträge. Die Kehrseite: Viele Kunden sind spontan. Da kommen schon mal Anfragen, die von einem auf den anderen Tag erfüllt werden müssen. Zudem ist die Selbständigkeit auch immer von Unsicherheit geprägt: „Ich weiß nicht“, sagt Markus Mielek, „wie sich die Auftragslage im Dezember darstellt. Außerdem wird der Markt immer enger: Fotografen müssen einen Kampf bestehen, Nischen besetzen. Kleinere Werbeagenturen bedienen sich immer öfter bei den Mircostocks. Zudem verfügen auch immer mehr Magazine über ein immer weiter schrumpfendes Bildproduktions-Budget."
Den kreativen Standpunkt vertreten

Abseits der technischen Umsetzung interessiert Markus Mielek aber nach wie vor besonders die freie kreative Umsetzung und bleibt sich dabei treu: „Nicht nur, dass ich von bestimmten Tagessätzen leben muss, ich will ein Zeichen setzen, meine Position behaupten“, fasst Markus Mielek zusammen. „Ich verrate und verkaufe meine künstlerische Seele nicht und meinen kreativen Standpunkt will ich weiter vertreten.“
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