Es geht doch - Mehr Subventionen für Theater

Während in der Kulturhauptstadt Europas 2010 gerade Schreckensszenarien durchgespielt werden, bei denen durch die Kürzungen im Kulturetat der Stadt Essen auch die Aufgabe ganzer Sparten nicht mehr ausgeschlossen werden können, zeigen uns die Nachbarn im Süden, wie es auch gehen kann:
Die Regierungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben sich darauf geeinigt, die Finanzierung des Theater Basel auszuweiten. Statt Kürzungen irgendwie kompensieren zu müssen, kann man in Basel demnächst auf größere Geldtöpfe zugreifen.

Während der Spielzeiten 2011/12 bis 2014/15 werden insgesamt 17 Mio. Franken als neue Subvention an das Theater Basel überwiesen. Dem renommierten Haus stehen somit inklusive der Grundsubventionen insgesamt 47,3 Mio. Franken im Jahr zur Verfügung. On top wird der Kanton Basel-Stadt zudem noch die Kosten der Sanierung der Pensionskasse des Theater Basel sowie die teuerungsbedingten Mehrkosten übernehmen.
 

Neue Hoffnung nach drei Kürzungen in Folge

„Mein großer Dank gilt der Regierung von Basel-Stadt und Basel-Landschaft in der insgesamt sehr konstruktiven Diskussion über die Parteien hinweg. Unsere Region braucht als eine der wirtschaftlich und kulturell führenden Regionen der Schweiz ein wettbewerbsfähiges, zeitgemäß ausgestattetes Theater, das für ein breites Publikum zu erschwinglichen Preisen Schauspiel, Oper und Tanz auf höchstmöglichen Niveau anbietet. Nachdem der Etat des Theater Basel dreimal in Folge Kürzungen (1994, 1996 und 2006) erfahren musste, ermöglicht der jüngste Entscheid der beiden Basler Regierungen dem Theater Basel, seinen Auftrag als kultureller Leuchtturm in den Darstellenden Künsten pro aktiv und offensiv wahrzunehmen und den eigenen hohen an sich selbst gestellten Ansprüchen gerecht zu werden.“, so Georges Delnon, Direktor des Theater Basel.

Ähnliche Worte würde Stefan Soltesz sicher auch gerne sagen können….

Wesentlicher Auftrag für das Theater Basel ist, ein Programm anzubieten, das auf die Bedürfnisse eines breiten regionalen Publikums eingeht und dabei das Haus zu einem der führenden attraktiven Theater der Schweiz zu machen, das überdies mit einer wachsenden Aufmerksamkeit auf internationaler Ebene belohnt wird. Das Baseleer  Theater wurde in den letzten Jahren in internationalen Kritikerumfragen sowohl zum Theater wie auch zum Opernhaus des Jahres gewählt.

Der erhöhte Etats des Theater Basel ermöglicht es, die 370 festen und 80 Teilzeit-Arbeitsplätze zu sichern und seine Funktion als Ausbildungsinstitution zu erfüllen sowie das vielseitige Engagement im Bereich Kinder- und Jugendtheater und der Education-Projekte sicherzustellen und auszubauen.

Titelbild: Das Theater in Basel (Foto: Sebastian Hoppe)

 

Mehr zum Thema:

Do, 08.04.2010 0

Kommentar hinzufügen

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben

Über den Autor

06.12.2009

Letzte Kommentare des Autors

vor 1 Jahr 41 Wochen
vor 1 Jahr 47 Wochen
vor 2 Jahre 8 Wochen

Stadt

Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

Aktuelle Tweets

[DEBATE] Geistiges Eigentum monetarisieren - Debatte um die sozial gerechte Wissensgesellschaft hält an http://t.co/u56ZkORd #kulturzeit
[DEBATE] Creative Commons: eine mögliche Grundlage für ein zeitgemäßes Urheberrecht http://t.co/6xeDgKqu #kulturzeit
[DEBATE] Im Kulturkampf: Strukturwandel der Öffentlichkeit 2.0 http://t.co/pOcWhTI2 #kulturzeit
[DEBATE] Wert der Kreativität: Kulturinfarkt - Die Polemik war nötig Teil1 http://t.co/DwJcu4Y8 #kulturzeit