Erster Science Slam im Ruhrgebiet - Der Auftakt im Dortmunder Domicil war ein Hit

Es war voll. Verdammt voll. Genau genommen war der Besucherandrang am ersten Science Slam im Ruhrgebiet vergangenen Dienstag derart groß, dass das Dortmunder Domicil etliche Gäste nicht mehr einlassen durfte.



Zehn Minuten Zeit


Alle anderen konnten gebannt vier Doktoranden auf der Bühne verfolgen, die ihre Forschungsergebnisse in einfache und klare Sprache verpackten und möglichst unterhaltsam vortrugen. Die Regeln: Jeder Slammer hat exakt zehn Minuten Zeit. Welcher Hilfsmittel sich der einzelne bedient, um sein Thema zu erklären – egal. Alles ist erlaubt.


Unterhaltsame Wissenschaft


Doch vor allem eines sollten die Vorträge sein: Unterhaltsam, lustig, anregend und möglichst nicht an so manch verstaubte Vorlesung bundesdeutscher Hochschulen erinnern. Die Jury, die letztendlich den Gewinner des Slams kürt, ist die härteste der Welt - nämlich das Publikum selbst. Der Applaus entscheidet, wer schließlich gewinnt.
Nach der Eröffnung durch Gastslammer und Physikprofessor Metin Tolin hieß es für die vier folgenden Wettbewerber, sich ordentlich ins Zeug zu legen. Die Themen waren dabei so unterschiedlich wie die Slammer selbst: Von Einblicken in die digitale Forensik – ja, so etwas gibt es! – über Theorien, wie man Omas Geburtstage retten kann bis hin zu Arzt-Patienten-Gesprächen war die Mischung ebenso bunt wie die Vorträge.



Einer jedoch war eindeutig nicht zu toppen, nachdem er einmal in Fahrt gekommen war: Germanist Tim Peters mit seiner Ausführung von quengelnden Patienten und schlurigen Ärzten. Resultat: Lachsalven aus dem Publikum und frenetischer Applaus, der zum eindeutigen Sieg führte. „Es war das erste Mal, dass ich fachliche Themen auf einer Showbühne präsentiert habe, doch es war großartig“, betont der Doktorand im Nachhinein.


Weitere Termine folgen


Über den großen Erfolg freute sich auch Gregor Büning von policult und Karsten Brinsa vom LUUPS-Verlag, die beiden Veranstalter des Science Slams: „Unsere Erwartungen wurden heute Abend bei weitem übertroffen, es war wirklich eine riesen Gaudi“, waren sich beide einig.

Doch der Science Slam in Dortmund soll beileibe keine Eintagsfliege im Pott bleiben. „Nach der Auftaktveranstaltung werden noch weitere im Ruhrgebiet folgen“, betont Sven-Daniel Gettys, Slam-Projektleiter bei LUUPS. Wer also den Slam in Dortmund verpasst hat: Der nächste kommt bestimmt. Und zwar schon in Bälde. In Bochum. Im Dezember.

Die nächsten Termine im Ruhrgebiet unter:
 



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Fr, 05.11.2010 0

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24.02.2010

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Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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