Eröffnung der ersten Ruhr Residenz Rotterdam

Am 01. April 2010 eröffnet ecce – Europäisches Zentrum für Kreativwirtschaft (ecce ist eine Gründung der Ruhr.2010 GmbH) seine erste Ruhr Residenz in der Creative Factory Rotterdam. Die Ruhr Residenz bietet Kreativunternehmern aus dem Ruhrgebiet 2 Büroplätze und ein Appartement für flexible Zeiträume und auf Miet- oder Stipendienbasis. Durch die Lage in der Creative Factory ist die Vernetzung mit der Kreativszene vor Ort gewährleistet.

Wie man die Residenz nutzen kann

Interessenten können sich entweder selbst bewerben oder sie werden für dieses Programm vorgeschlagen. Die Auswahl der Mieter, die Dauer des Aufenthalts sowie die Vergabe der Stipendien erfolgen durch eine internationale Jury.

Die Büros liegen direkt neben dem Management der Creative Factory Rotterdam. Die Kreativen haben somit ständig Kontakt zur Organisation und können sich stets über andere Kreativunternehmen, interessante Veranstaltungen und auch Partys informieren. Dies fördert nochmals die räumliche Nähe zu den niederländischen Kreativwirtschaftlern und garantiert den Austausch zwischen den Akteuren.

Ausblick

Für das Jahr 2010 plant ecce die Kooperation mit mindestens einer weiteren europäischen Stadt. Die Ruhr Residenz Rotterdam kann der erste Schritt auf dem Weg zu einem europaweiten Netzwerk von Europäischen Kreativ-Residenzen. Ein solches Netzwerk würde Kreativwirtschaftlern die Chance geben, ihren Aktionsradius zu erweitern, Auslandsmärkte zu erschließen und europaweit Kontakte zu knüpfen.

Prof. Dieter Gorny, Direktor ecce: „Die im Rahmen der Ruhr Residenz Rotterdam geförderte grenzüberschreitende Zusammenarbeit macht den europäischen Gedanken sichtbar, schöpft aus dem kreativen Potenzial der Akteure und leistet so einen wirtschaftlichen Impuls sowohl im Ruhrgebiet als auch in Rotterdam.“

Hintergrund

Als erste europäische Kulturhauptstadt hat die RUHR.2010 die verschiedenen Branchen der Kreativwirtschaft als treibende Kräfte gesellschaftlicher, kultureller und sozialer Veränderungen erkannt – von Film über Games bis Musik, von Literatur über Design, den darstellenden Künsten bis zu den freien Kulturszenen –, sie zu einem ihrer Hauptthemen gemacht und sie gleichberechtigt im Programm neben die öffentlich finanzierte Kultur gestellt. Zum ersten Mal werden die selbstständigen Akteure und Urheber, die ihre Kulturproduktion am Markt refinanzieren (müssen), als Modellbranchen für den Wandel durch Kultur wahrgenommen.

Im Bereich der Kreativwirtschaft hat die RUHR.2010 die Metropole Ruhr so in der europäischen Politik, aber auch im europäischen Markt der Kultur- und Kreativwirtschaft bereits erfolgreich platziert. So wird das Projekt Kreativ.Quartiere im Rahmen der Weltausstellung ExpoShanghai im Deutschen Pavillon zu sehen sein.

Dies zeigt, dass die Kreativ.Quartiere schon jetzt ein Modell für den nachhaltigen Erneuerungsimpuls, den die RUHR.2010 erzeugt hat, sind: Der Verbleib und der Zuzug von Kreativen, Künstlern und Akteuren aus der Kreativwirtschaft sind nachhaltige Treiber und Wegbereiter für den Prozess der Erneuerung und die Zukunftsfähigkeit der Metropole Ruhr. Bemerkenswert ist, dass diese Prozesse in ganz Europa immer stärker zum zentralen Bestandteil innovativer urbaner Planungskonzepte werden. Somit ist die integrative Stadtentwicklungspolitik der Kreativ.Quartiere beispielhaft und Modell für Europa: Hier werden Akteure mit oftmals heterogenen Interessen – von der Off-Kultur bis zur Hochkultur, vom privaten Investor bis zur öffentlichen Hand – inhaltlich und konzeptionell zusammengeführt. Durch diesen gezielten Moderationsprozess an runden Tsichen entstehen neue Nutzungs- und kulturelle Identifikationsmöglichkeiten in Städten, urbane Freiräume für Kreative und Künstler.

Metropole Ruhr und die Niederlande

Das Ruhrgebiet ist Europäische Kulturhauptstadt 2010 und die Holländer feiern unter dem gemeinsamen Moto „NL-RUHR“ kräftig mit. An mehr als 150 Aktivitäten in der Metropole Ruhr werden Künstler und Kreativunternehmer aus dem Nachbarland beteiligt sein. Auf der Ebene der europäischen Länder sind die Niederlande damit der Partner, mit dem RUHR.2010 die intensivste Zusammenarbeit verbindet. Dieser Umstand ist kaum verwunderlich, stellen Niederländer ohnehin Jahr für Jahr in großer Zahl ihr Können in den Kulturhäusern an Rhein und Ruhr unter Beweis. So fanden 2009 in Nordrhein-Westfalen über 550 Veranstaltungen mit niederländischer Beteiligung statt und damit mehr als etwa in Frankreich oder Italien. Viele der Projekte und Aktivitäten im Rahmen von NL-RUHR bauen auf langjährigen grenzüberschreitenden Beziehungen. Sie sollen entsprechend nicht nur ein Schaufenster der niederländischen Kultur- und Kreativszene sein, sondern streben langfristige Kooperationen an sowie einen auf Dauer angelegten Austausch von Wissen und Know-how. Dass hierbei durchaus in beide Richtungen gedacht wird, belegt die Eröffnung der ersten Ruhr Residency in der Creative Factory in Rotterdam am 23. März 2010.

Foto: Mustafa Tazeoglu

Scope on the Creative Factory: Crealistic

Mo, 22.03.2010 0

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29.11.2009

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Rotterdam
Kulturhauptstadt 2001 und City Of Architecture 2007. Die niederländische Hafenstadt ist nicht nur einer der wichtigsten Dreh- und Angelpunkte der Weltwirtschaft, sondern spiegelt symptomatisch die urbanen Herausforderungen unserer Zeit wider.

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