
Eis zapft is!
Montag, 20. Dezember 2010
Themen heute: Tristesse in den Straßen, neue Reifen, Nagelprobe, Briefkästen, Eiszapfen, L.P. und „Keine Weihnachtsgrüße“.
O‘zapft is!
Zunächst zu den Eiszapfen, den Guillotinen der Natur. Hier der Live-Bericht einer Zeitgenossin von heute: „Stell Dir mal vor: ich gehe !montags! morgens zur Arbeit und werde fast von Eiszapfen durchbohrt!
Aber ein local hero war zur Stelle! Der hatte einen schwarzen Anzug an mit so Leuchtstreifen an der Seite und einem Helm auf! Er hing 10 Meter über mir und pflückte Eiszapfen - armdicke Dinger!“
L.P. case
Martin Kaysh auf facebook: „Panikforscher Schreckenberg meldet sich zurück. Wir erinnern uns: Loveparade, irres Zeug in den WDR gelabert ("reine Physik", auf Bombenexplosion im Tunnel vorbereitet, von oben herabfallende Menschen). Er klagt, man habe ihm weder das Sicherheitskonzept noch die Veranstaltungsbeschreibung vorgelegt. Aber 20 000 Euro Honorar für ein Gutachten bar jeder Grundlage kassiert?“
Weiße Seen
Die Straßen sind ruhig. Es herrscht eine Tonart, die – durch Schnee gedämpft – nicht herstellbar ist. Das wird hoffentlich von unseren Elektronikkomponisten festgehalten, von den Geräuschesammlern gesammelt. Das Knacken, Knirschen und Knistern!
Wintergummi
Tatsächlich habe ich heute Nägel mit Köpfen gemacht. Winterreifen kosten Geld. Es ist eine Billigmarke, die, weil sie eben lieferbar ist in meiner Größe - 185.65.14 -, teurer ist wie die guten alten Bridgestone. So habe ich mich verausgabt finanziell. Fast 400 Piepen. Das Auto ist annähernd so viel wert. Den heruntergenommenen Sommerreifen von Pirelli (die mit dem Kalender) ansichtig geworden, zeigt mir der Monteur, dass in einem Reifen ein Nagel sitzt – wie schnurgerade herein gehämmert. Sabotage von einem eifersüchtigen Mexikaner? Apropos Pirelli – in allen Autowerkstätten der Welt hängen Poster mit – sagen wir – Mädchen. Darüber bald mal mehr – eine europäische Autowerkstätten-Recherche in Sachen Pin-Up.
Briefkasten
Nur in aller Kürze: Es gibt kaum noch Briefkästen. Noch vor einigen Monaten konnte ich zu meinem nächsten laufen. Weg. Verschwunden wie Telefonhäuschen.
Frohe Weihnachten
Und noch was Verschwindendes: Die Weihnachtsgrüße in Geschäften. Wurden sie früher (!) bereits ab dem 2. Advent über die Theke gehaucht, wird man heute verabschiedet wie immer. Das ist der Sieg der Oberflächlichkeit, der Geschäftigkeit, des Stumpfsinns über die gute alte Tradition, selbst wenn man das Weihnachtsfest nicht mag. Allerdings hat mir mein Podologe bereits im November eine Fußschaumcreme als Geschenk übergeben. Großartig. Ich werde für ihn singen.
>>> Dman´s Tagebuch - Ein Blogger im Einsatz
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