Dinnerhopping im Ruhrgebiet: Der "Pott kocht"
Diese Woche war es mal wieder soweit: Der Pott hat gekocht. Bereits zum sechsten Mal fand das lustige Kochevent statt, bei dem Hobbyköche aus dem Ruhrgebiet zeigen konnten, was sie so drauf haben.
Das Konzept
Das Prinzip ist ganz einfach. Anmelden müssen sich immer zwei Köche aus dem Raum Bochum oder Essen, die entweder eine Vorspeise, Hauptspeise oder einen Nachtisch für vier andere Teilnehmer kochen, backen oder zusammen rühren. Danach geht es auf zu anderen Kochteams. An einem Abend sind das also drei Gerichte in drei verschiedenen Wohnungen und zwölf neue Bekanntschaften. Beim Nachtisch ist allerdings noch lange nicht Schluss. Danach geht es mit vollem Bauch zur Aftershow Party ins Bochumer Riff im Bermuda3Eck oder in die Essener Temple Bar.
„Pott kocht“ - Historie
Im April 2008 fand die Premiere von „Pott kocht“ statt. Der ursprüngliche Initiator adaptierte die Idee des Events „rudirockt“, das in verschiedenen Städten wie Aachen, Münster und Hildesheim stattfand und machte passenderweise „Pott kocht“ daraus. Beim ersten Mal im April 2008 waren gleich 102 Leute mit dabei, im Juli waren 84 Köche mit von der Partie. Ende des Jahres waren es dann auch schon wieder 150 Teilnehmer – Tendenz steigend: Ganze 220 Teilnehmer waren es im Mai letzten Jahres und unschlagbare 340 dann im Dezember 2009. Bei der jetzigen Runde waren es knapp über 200 Teams, also mehr als 400 Teilnehmer!
Die Organisation

Das Bochumer Pott kocht-Team
Für Bochum wird der ganze Spaß von den befreundeten Studenten Birte, Friederike, Leonie, Inga-Lisa und Corinna (von links nach rechts) organisiert, die natürlich auch kräftig mitkochten. So gab es unter anderem einen mediterranen Gemüseauflauf als Hauptspeise und eine Quiche zur Einstimmung. Das Dinnerhopping in Essen wird von einem eigenständigen Team organisiert, das sich „Pott kocht“ anschließen wollte. Zumindest das Essener Organisationsteam hat große Ambitionen: Sie wollen wortwörtlich den ganzen Pott kochen lassen und das Event auf die gesamte Metropole ausweiten. Aufwendig ist das natürlich schon. Denn bis jetzt kommt auch noch kein Programm zum Einsatz, das die Schlemmerrouten erstellt. Alle Routen werden noch „von Hand“ gemacht und so brauchten die Organisatoren auch dieses Jahr wieder einen ganzen Tag, um alle Leute richtig einzuteilen. Dabei konnte dann auch leider nicht immer auf die Wünsche der Köche eingegangen werden. Die Vorspeise wollen natürlich die meisten zubereiten, denn die Verantwortung bei der Hauptspeise ist doch um einiges größer.
Wie es in Zukunft mit „Pott kocht“ weitergeht, steht noch in den Sternen. Die Organisatoren werden bald fertig mit dem Studium und was dann kommt, ist noch nicht sicher.
Eine Stadt im Vollrausch
Die Chancen, dass sonst jemand anders die Organisation übernimmt stehen aber ganz gut. Es wäre ja auch zu schade, wenn „Pott kocht“ als festetabliertes und regelmäßig im Sommer und Winter stattfindendes Event wieder aus der Kulturlandschaft Bochums und Essens verschwinden würde. Denn nicht nur beim Essen knüpft man lustige Kontakte, sondern auch schon auf dem Weg dahin. So können sich die Pott-Teilnehmer meist gleich an Bushaltestellen, in der U-Bahn oder auf der Straße identifizieren. Im Zweifelsfall weiß man spätestens Bescheid, wenn eins der drei magischen Worte fällt: Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise. Davon gab es gestern Nacht viele leckere Varianten: Leicht angebrannte Kressesuppe, Salat zum selber mischen, Enchiladas, Apfel-Quark-Auflauf, selbst gebackenes Brot und Tortilla Chips mit Dips und dazu natürlich immer ein Glas Wein. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Runde wenn es wieder heißt: Der „Pott kocht“!
Weitere Infos zu „Pott kocht“ unter: www.derpottkocht.net
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