Die Wattenscheider Schule

Frankfurter, Hamburger, Ulmer Schule, nun gut. Aber was ist die Wattenscheider Schule? Hinter dem klangvollen Namen stehen die Autoren Patrick Joswig und Bastian Schlange – damit sind sie (noch) die einzigen Vertreter dieser Denkrichtung. Ihre Profession ist der Guerilla-Journalismus mit Günter Wallraf als Vorbild – ein Genre, das in der Tat nicht genug Vertreter besitzen kann. Joswig, von Beruf Schauspieler, und Schlange, ein Journalist, entdecken seit 2009 im urbanen Dschungel des Ruhrgebiets das Besondere im Alltäglichen. Zum Beispiel ist da das kühle Grauen des Textes „Junkies of Love“, in dem die Autoren im Selbstversuch die Tristesse in einer Partnervermittlung kennenlernen. Atemlos und ungeschliffen berichten sie von der Nähe dieser Branche zum Menschenhandel. Doch gleichzeitig geht es um ihre persönliche Einstellung zu Liebe und Sex. Das erinnert ein wenig an Bukowski und Hunter S. Thompson. Und wer weiß, wäre der große Gonzo-Gott nicht in Kentucky, sondern in Bochum-Günnigfeld geboren, vielleicht hätte er sich in ähnlichen Kreisen herumgetrieben.

Nun ist der Dortmunder Kleinkunst-Experte Martini auf das Duo aufmerksam geworden und hat sie für den 7.12. zu einer Lesung bei Ekamina eingeladen.

Die Wattenscheider Schule bei Ekamina
7.12. 2010, 20 Uhr
Sissikingkong
Landwehrstr. 17
Dortmund-Hafen
Eintritt: 5 Euro

Weitere Beiträge:
Sa, 04.12.2010 0

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Über den Autor

10.01.2010

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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