Streetartist Tona für das N.A.T.U.R. Festival (c) http://tonastreetarts.blogspot

Die Stadt als Beet

Das Bochumer N.A.T.U.R.-Festival & das Prinzip Ganzheitlichkeit

Mehr als 100 Aktionen, darunter Happenings, Workshops, Vorträge und Konzerte stellen die Agentur feel-vergnuegen und Oskar e.v. zur Zeit mit dem N.A.T.U.R.-Festival in Bochum auf die Beine. Ein für das Ruhrgebiet einzigartiges, konzeptionelles Event-Gesamtkunstwerk.

N.A.T.U.R. ist auch Akronym für das Motto des Festivals "Natürliche Ästhetik trifft urbanen Raum", und auch nur mit zahlreichen Abkürzungen käme mensch an sämtlichen Samenbomben und Bienenhäusern, bemalten Bäumen und musizierenden Gemüsen vorbei, die zur Zeit an über 15 Spielorten in Bochum weiter wachsen, gebaut werden oder bereits gegessen wurden, u.a. der Galerie Rottstr.5, dem Rottstr-Theater und dem Schauspielhaus Bochum.

Der große Erfolg des letztjährigen N.A.T.U.R.-Festivals hat die MacherInnen rund um Ideengeber Kevin Kuhn inspiriert, das Festival auszuweiten. Um den immensen personellen und infrastrukturellen Aufwand zu decken, stützen sich die Festival-MacherInen auf zwei Finanzierungs-Säulen. Im Hauptquartier des Festivals, der Rotunde (ehem. Katholikentagsbahnhof), finden drei mit renommierten Bookings ausgestattete Partys statt. Zusätzlich konnten Bochumer Firmen gewonnen werden das Festival zu unterstützen: Allen voran die GLS-Bank, deren sozial-ökologisches Profil auch inhaltlich mit dem N.A.T.U.R.-Festival verknüpft ist. Mit Ausnahme der Partys können so alle Festival-Aktionen für die BesucherInnen kostenlos angeboten werden. 

Das Thema des Festivals berührt insoweit einen neuralgischen Punkt urbaner Entwicklung, als dass die zweite Natur der städtischen, künstlich-künstlerischen Umgebung über die Strategie natürlicher Ästhetik als Handlungsraum züruck gewonnen werden soll. Natürliche Ästhetik kann in diesem Zusammenhang als organische, ganzheitliche Herangehensweise an die urbane Zeichenlandschaft verstanden werden. So thematisiert das N.A.T.U.R.-Festival neben seiner grundsätzlich ökologischen Ausrichtung, auch eine Aneignungsstrategie für moderne, urbane Räume. Die Stadt und insbesondere der öffentliche Raum sollen durch freies Gärtnern, Straßenkunst und gemeinsame Aktion und Artikulation als politischer, gestalterischer und, im Falle des N.A.T.U.R.-Festivals auch als emotional-spiritueller Raum, wieder entdeckt werden. 

Während also an und in der Rotunde noch dieses Wochenende Gras gehört und Unkraut gegessen  wird, wird am Samstag zum Abschluss nochmal richtig gefeiert - natürlich.

Bis Sonntag sind auch die Ausstellungen des Festivals noch geöffnet. Alle Infos auf: 

http://2012.festival-natur.de

 

 

 

 

 

 

 

Fr, 18.05.2012 0

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27.02.2010

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