
Die Kunstszene in Istanbul - Was die türkische Kulturhauptstadt übersieht
- Serie: Kunst
Wovon lebt der Mensch? Das war das Motto der vergangenen Istanbul Biennale. Die Antwort auf diese Frage wird in diesem Jahr beantwortet - begleitet von Protesten.

Straße in Istanbul
Die Kunstszene im Jahr der Kulturhauptstadt deutlich unterrepräsentiert - und unzufrieden. Bekannt ist, dass die meisten Projektanträge der einheimischen Künstler zurückgewiesen wurden zugunsten touristischer Projekte und Restaurierungsmaßnahmen. Mit diesen Entscheidungen ist die Szene wieder auf das Engagement privater Förderer angewiesen.

Blaue Moschee
Dabei ist die Neoliberalisierung politischer, sozialer und wirtschaftlicher Bereiche ebenso offenkundig, wie Auswirkungen auf die Gesellschaft. Die künstlerische Auseinandersetzung mit den Mentalitäten jedoch wird internationalen Gästen vorbehalten - wie etwa in den Themen der Istanbul Biennale.
Elementare Strukturen schaffen

Orchester
Lediglich die Initiatoren des Künstlerzentrums Kadirga reist mit der 'Portable Art' durch das Land, um neugierig zu machen auf das, was Kunst vermag.

Bosporus Brücke
Die Istanbul Biennale könnte durchaus die Institution sein, die sich für diese elementaren Grundlagen einsetzt und sich für die Veränderung der Museumslandschaft engagiert. Sie hat die Tradition, die Kenntnisse und die Kontakte, mit denen sie der Istanbuler Kunstszene das angemessene Gewicht verleihen kann. Denn: wovon lebt der Mensch?

Süleymaniye Moschee
Fotos: Istanbul 2010
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Sa, 07.08.2010
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