Die deutsche Webvideo-Szene feiert sich: Verleihung des 1. Webvideopreises in Essen

„Ich brauch ein Kleid. Panik. Noch zehn Tage und ich habe immer noch kein Kleid.” Ob Klamotten, Schminken, Styling – EbruZa zeigt den Usern in Ebru's Beauty Lounge, wie man das richtige Outfit findet, sich verruchte Smokey Eyes schminkt oder welcher Lippenstift zu welchem Typ passt. Die Mitzwanzigerin hat nicht nur auf Bild.de Karriere gemacht – seit dem 20. Februar 2011 ist sie auch Preisträgerin des 1. Webvideopreises in der Kategorie Persönlichkeit.



Am 20. Februar 2011 wurden im Rahmen des 3. Deutschen Videocamps im Unperfekthaus am 19. und 20. Februar in einer Gala im Essener Astra-Theater 17 Webvideopreise vergeben – für „innovative und herausragende Werke”. Organisiert wurde der 1. Webvideopreis von Stefan Evertz und Markus Hündgen. Der Journalist war bereits bei der DerWesten für den Bereich New Media verantwortlich. „Wir wollten mit der Preisverleihung Leuchttürme zeigen”, sagt Markus Hündgen.



15.000 User haben entschieden


Eine fünfköpfige Jury hat aus 4.000 Video-Vorschlägen der User für jede der acht Kategorien drei Nominierte zur Wahl gestellt. Aus den drei Nominierungen einer Kategorie wählte die Jury und das Publikum, etwa 15.000 User, per Online-Voting jeweils einen Preisträger. Zusätzlich hat die Jury den kategorienübergreifenden Spezial-Preis vergeben. Christoph Krachten führte gut gelaunt und improvisiert durch die Show und gibt zu, dass an diesem Abend nur ein winziger Teil des Netzes präsentiert werden könne. 300 Gäste waren zu Gast.



Fünfköpfige Jury prämierte die Creme des Netzes


Unter den Juroren waren zum Beispiel Katharina Dufner, Redakteurin für die ZDF-Nachwuchsredaktion Das kleine Fernsehspiel, der freie Journalist Mario Sixtus oder Jörg Sadrozinski, Leiter der Redaktion tagesschau.de. Sie haben die Creme des Netzes prämiert. Die vornehmlich männliche. Denn EbruZa war eine von nur insgesamt drei weiblichen Preisträgern – neben Coldmirror aka Kathrin “Kaddi” Fricke, die den GREY-Nachwuchspreis erhielt und Hanne Geldreich, die im Produzenten-Trio den Publikumspreis in der Kategorie Freie Musik mit dem Bandvideo von Tos erhielt.



Prämierte Webvideos – männlich, seicht, mäßig witzig


Die prämierten Webvideos waren demnach so männlich wie der Road-Blog 2010 von mopeten.tv, so seicht wie Interviews mit „Germanys Next Topmodel”-Kandidatinnen, so mäßig witzig wie Männer in Frauenkleidern im We are the world-Rip-off Frohes Fest 2010 und so überflüssig wie Ebru's Beauty Lounge. Die prämierten Videos konnten aber auch so politisch sein wie die Animation Du bist Terrorist, so einfühlsam wie Frederik Heinrichs Porträt über Freddy oder so journalistisch wie Philip Banses Interviews für dctp.tv.
Besonders hervorgehoben wurde das Video Punkt.Aus?Ende! der Band City Light Thief mit dem Sonderpreis der c/o-Pop. Ein Kunstwerk – es hat unter 100 Euro gekostet und wurde in nur einer einzigen Einstellung gedreht. Der Spezialpreis der Jury ging an das Video-Interview-Magazin Folge. Mario Sixtus sagt zur Jury-Begründung: „Web-Journalismus vom Feinsten.” Dieses Mal hat die Jury Recht.
Foto: Sandra Anni Lang

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Di, 22.02.2011 5

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Kommentare

Mit Palim palim kenne ich

Mit Palim palim kenne ich mich wenig aus, aber wenn dem so ist, dann ist das wohl so.

Mitnichten oder ohne Nichten

Mitnichten oder ohne Nichten - deutscher Humor ist ja ein echter Schlankmacher: Man muß meilenweit laufen, bis man ihn trifft, sagt Diddi Hallervorden.

Hallo, mitnichten trage ich

Hallo,
mitnichten trage ich ein Frauenkleid.
Besten Gruss,
Malte Fuhrer

done!

Sorry Christoph...wurde geändert.
Beste Grüße aus der Redaktion

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Hi,

ich heiße Christoph Krachten - nicht Christian Krachten;) Bitte korrigieren!

Herzlichen Gruß
Christoph

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04.12.2009

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