
Design-Blog "Mat and me"
Die Journalistin Matylda Krzykowski hat mit ihrem Blog matandme.net eine außergewöhnliche Plattform für zeitgenössisches Design geschaffen. Ihre Spezialität: Sie übernimmt keine Hype-Themen aus dem Netz, sondern besucht die Kreativen in deren Ateliers. Weltweit, von Herdecke bis Hong Kong.
Ein paar Klicks hier und da, fertig ist der Blogeintrag. Vermeintlich ohne viel Aufwand lässt sich die ganze Welt vom Desktop aus beobachten. Aus diesem Grund sind Blogs als blitzschnelle Durchlauferhitzer leistungsfähig, sie besitzen aber selten echte journalistische Qualität. In einem Genre, in dem Informationen nur vom Klickenlesen übernommen und selten vor Ort recherchiert werden, erscheinen Formate, in denen die journalistischen Grundtugenden ernst genommen werden, umso wertvoller.
Matylda Krzykowskis Blog matandme.net stellt seit 2007 so eine Ausnahme in der Welt der digitalen Publizisten und ihres meist eremitischen Daseins dar. Die Herdeckerin studiert im niederländischen Maastricht Produktdesign und pendelt seitdem mit Kamera und Laptop zwischen dem Ruhrgebiet, Benelux und ihrer derzeitigen Wahlheimat London. Gut, dass es genug wichtige junge Designer, Ausstellungen, Vernissagen und Messen zwischen Berlin, Brüssel und der britischen Hauptstadt gibt. Doch wenn es sein muss, reist Krzykowski auch nach New York oder Fernost, um potenzielle Designstars von Morgen just in dem Moment zu treffen, in dem sie auf dem Radar auftauchen.
Ob Porzellan-Preziosen eines Londoner Punks, ein Trash-Pop-Gesamtkunstwerk aus dem Big Apple oder schräge Sitzmöbel aus PU-Schaum und Tapete – Krzykowski nähert sich den Designern und ihre Produkten in Text und Bild mit genuinem Interesse und fundiertem Wissen. Und da Designer Designer sind und keine Wortkünstler, führt die Bloggerin „Drawn Interviews“ und stellt drei Fragen, die mit drei Bildern beantwortet werden
dürfen. Dass auch hier ab und an kleine Kunstwerke entstehen, ist ein weiterer Grund für einen Besuch auf matandme.net.
Doch wie löst Krzykowski das strukturelle Problem, dass Blogs von ihren Lesern keine Nutzungsgebühren verlangen? Immer noch verdienen selbst die populären Blogger ihr Geld nicht online, sondern indem sie außerhalb der virtuellen Realität als (Internet-)experten auftreten. So auch Matylda Krzykowski: Gerade wurde sie zum Beispiel vom Magazin der Automarke Mazda als Kuratorin eines Designprojekts beauftragt. Doch vorher muss sie noch kurz nach Amsterdam, um eine extravagante Baumstamm-Sitzbank zu fotografieren...
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Matylda Krzykowskis Blog matandme.net stellt seit 2007 so eine Ausnahme in der Welt der digitalen Publizisten und ihres meist eremitischen Daseins dar. Die Herdeckerin studiert im niederländischen Maastricht Produktdesign und pendelt seitdem mit Kamera und Laptop zwischen dem Ruhrgebiet, Benelux und ihrer derzeitigen Wahlheimat London. Gut, dass es genug wichtige junge Designer, Ausstellungen, Vernissagen und Messen zwischen Berlin, Brüssel und der britischen Hauptstadt gibt. Doch wenn es sein muss, reist Krzykowski auch nach New York oder Fernost, um potenzielle Designstars von Morgen just in dem Moment zu treffen, in dem sie auf dem Radar auftauchen.Ob Porzellan-Preziosen eines Londoner Punks, ein Trash-Pop-Gesamtkunstwerk aus dem Big Apple oder schräge Sitzmöbel aus PU-Schaum und Tapete – Krzykowski nähert sich den Designern und ihre Produkten in Text und Bild mit genuinem Interesse und fundiertem Wissen. Und da Designer Designer sind und keine Wortkünstler, führt die Bloggerin „Drawn Interviews“ und stellt drei Fragen, die mit drei Bildern beantwortet werden
dürfen. Dass auch hier ab und an kleine Kunstwerke entstehen, ist ein weiterer Grund für einen Besuch auf matandme.net.Doch wie löst Krzykowski das strukturelle Problem, dass Blogs von ihren Lesern keine Nutzungsgebühren verlangen? Immer noch verdienen selbst die populären Blogger ihr Geld nicht online, sondern indem sie außerhalb der virtuellen Realität als (Internet-)experten auftreten. So auch Matylda Krzykowski: Gerade wurde sie zum Beispiel vom Magazin der Automarke Mazda als Kuratorin eines Designprojekts beauftragt. Doch vorher muss sie noch kurz nach Amsterdam, um eine extravagante Baumstamm-Sitzbank zu fotografieren...
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Di, 22.03.2011
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