
Gegen neue Nazis - Willen zeigen und triumphieren
Über Taxi Toms Bücher und Geschichten der Nacht ist im LAB schon berichtet worden. Auf seinen Lesungen gehört sein "Bratpfannenaufruf" gegen die neuen Nazis als fester Bestandteil zum Programm, seine Flyer liegen vor allem im Kreuzviertel schon lang überall aus. Jetzt wird es ernst, nehmt die Pfannen und geht los.
Tom Müller ist bereits sehr eindringlich bedroht worden (Bericht DerWesten), die rechts Irrlichternden versuchten ihn so von seinem Aufruf zu einer Gegendemonstration abzubringen. Denn: Am 4.9. marschieren Neonazis durch Dortmund. Aber nicht nur Taxi Tom, sondern auch ein Bündnis verschiedener Gruppen will die Stadt nicht diesen politischen Voll-Spackos überlassen.
Lachen mag helfen, weil diese Typen wirklich so albern reden, so lächerlich aussehen mit ihren Seitenscheiteln und Ledermänteln oder der guten alten Bomberjacke, abgesehen von ihren geradezu irrwitzigen Ansichten zur Welt.
Aber nicht allen wird danach zumute sein, denn wie die neuen Nazis ihren Irrsinn durchsetzen wollen, ist bedrohlich und gefährlich. Einschüchterung ist eine Methode, die seit Jahren gegen Aktivisten genutzt wird: Drohanrufe, Schmierereien, körperliche Drohungen.
Ob diese mutigen Leute nun Aufkleber der "Nationalen Front" abknibbeln oder Gegenproteste organisieren, sie bringen damit sich und ihre Familie in Gefahr.
Viel zu lange ist die rechte Szene als ein rein ostdeutsches Problem wahrgenommen worden, aber wie sehr gerade Dortmund ein Problem hat, wird immer klarer (für Hintergründe z.B. hier lesen.) Man möchte mit Max Liebermann sagen: "Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte!"
Hingehen, Gesicht zeigen am 4.9. in den Westpark oder zu den anderen Gegendemonstrationen.
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