
Das "Netzwerk X" für Kunst und Soziales
Ruhrgebietsverbund "von unten" steht in den Startlöchern
Im Ruhrgebiet brodelt es nun nicht mehr bloß von unten, sondern es fängt an zu köcheln. Während die sogenannte freie Szene bisher mit Klagen, symbolischen Besetzungsversuchen und wiederholten Protesten in der post-kulturhauptstädtischen Medienlandschaft zwar Aufmerksamkeit, in der Kulturlandschaft aber kaum strukturelle Präsenz erhalten hat, haben sich nun 23 Gruppen (Stand 13.06.2012) aus dem Ruhrgebiet zum „Netzwerk X – für Kunst und Soziales“ zusammen geschlossen.
Kunst & Soziales
Netzwerktreffen auf Zeche Carl in Essen
Zuerst stellt sich die Distinktionsfrage: Was ist, wissend um all die Organisationen und Vertretungen, die es im Ruhrgebiet auf privater, wie auf öffentlicher Seite bereits gibt, das Kennzeichnende dieses neuen Bündnisses? Auf dem auf der Webseite veröffentlichten Text „Selbstverständnis“ heißt es unter anderem: „Wir warten nicht mehr auf die versprochenen top down implementierten bottom up Strategien. Und wir sprechen nicht länger die Sprache der Versprecher, die uns ein U für ein X vormachen.“ Dies klingt nach einem polemisierten Anschluss an den Ruhr2010-Diskurs, der mit teils irrlichternden Schlagwörtern um die Frage nach der regionalen Identität kreist. Das Netzwerk X als verzögerte Antwort auf Ruhr2010 und die Nachhaltigkeitsdebatte?
Weiter ist zu lesen: „Wir sprechen wieder unsere Sprache: die Sprache der Kunst, die Sprache des Engagements, die Sprache des Ruhrgebiets und die Sprache der präzisen Theorie.“ Welche Sprache hier erst einmal nicht gesprochen wird, ließ sich ja bereits leicht an Hand des ersten Zitats erraten: Die Sprache der Kreativwirtschaft.
Who is who

Mediale Leuchttürme: ehem. Hausbesetzer! (hier UZDO)
Für Differenz

Differenz? Alle Logos auf einen Blick
Das Netzwerk-X startet mit vier Presse-Aktionen in die Öffentlichkeit. Im nächsten Teil.
Link: netzwerk-x.org
Mi, 13.06.2012
3
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