d3 design talents: Neue Möbel braucht das Land


Während die
Kollegin Wendling die Designers Fair erkundete, schaute ich mich auf der hochoffiziellen imm cologne, der Internationalen Möbelmesse in Köln um. Ich nutzte den Fachbesuchertag, um in der Halle 3.1., dem Bereich für junges Design, ein wenig zu schlendern und zu schauen. Zusammen mit Heerscharen hipper, designinteressierter Menschen wanderte ich durch die Halle um einen Eindruck von den neuen Richtungen und Trends einzufangen.

In der Halle gastierte d3 design talents, das Forum für den Design-Nachwuchs. Im Bereich d3 Professionals präsentierten sich junge Unternehmen aus der Branche. d3 Schools bot den Hochschulen für Gestaltung Platz um sich zu präsentieren – hier überboten sich die Schulen gegenseitig mit spektakulären Messeständen und Angeboten. Der d3 Contest schließlich, lockte zahlreiche internationale Nachwuchsdesigner (dieses Jahr wurden über 600 Arbeiten eingereicht) und bot mit den ausgestellten Finalisten einen sehr anregenden Überblick über vielversprechende Entwicklungen, neue Designrichtungen und interessante Konzepte.

Der Contest und die zugehörige Ausstellung lockten mich am meisten, da hier die innovativsten Konzepte aus dem internationalen Design-Nachwuchs präsentiert werden. Es waren auch wieder einige sehr originelle Produkte dabei. Die Gewinner im Schnelldurchgang:

Jessica Hanssons (SWE) „Cabinet filled with Shadows“ kreiert aus dem Umgebungslicht ein Schattenspiel aus graphischen Mustern.


Rémi Bouhaniche
(FR) überzeugte mit seiner organisch anmutenden Lampe Etirement, deren Lichtintensität über eine Stoffmembran reguliert wird und die harmonisch fließende Stimmungen in den Raum zaubert. Der dritte Gewinner ist der Belgier Julien Renault mit einer Serie von handgeschmiedeten Aluminum-Hockern mit Tisch.

Zwei weitere, sehr interessante Produkte kamen von deutschen Designern. Elisa Strozyk aus Berlin entwickelte einen Teppich aus Holzelementen, der zugleich frei modelliert werden kann und so geometrische, dreidimensionale Formen bildet.
(Foto: Sebastian Neeb)

Den Frankfurter Marc Samuel Ulm traf ich auf seinem Produkt sitzend an: Der Hocker TriLas ist ein ergonomischer Dreibein-Hocker, dessen auf einer Elastomer-Kugel aufliegende Sitzfläche zum Balancieren und aktiven Sitzen einlädt. „Ich habe mich mit aktivem Sitzen beschäftigt“, erinnert sich der Designer an den Entstehungsprozess, „und dachte bei der Ideensuche zuerst an einen Medizinball. Daraus wurde ein Tennisball, auf dem ein Brett auflag ... und dann kam das Dreibein hinzu.“ Einfach, aber gut – TriLas sieht nicht nur gut aus, sondern es sitzt sich auch äusserst angenehm darauf, wie ich am eigenen Leibe erfahren konnte.
Beim weiteren Umherschlendern traf ich noch auf Markus Maurer, der mir kurz seine preisgekrönte Leuchte Riga erläuterte. Es handelt sich dabei um eine raffinierte, ausbalancierte LED-Leuchte nach dem Mobile-Prinzip.

Neben diesen Produkten gab es natürlich noch unzählige weitere zu entdecken, aber wie Messen es so an sich haben, war meine Aufnahmefähigkeit irgendwann ausgereizt. So musste ich die zahlreiche Leuchten, Stühle und Klappmöbel in allen Varianten und künstlerische Arbeiten schweren Herzens mit kurzer Kenntnisnahme abfrühstücken. Nur soviel sei gesagt: um den Nachwuchs braucht man sich keine Gedanken machen, das läuft. Und nächstes Jahr, liebe Kollegin Wendling, sieht man sich vielleicht bei der Designers Fair ... 

 

 

Mo, 25.01.2010 1

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Kommentare

Yep, stelle fest, es ist

Yep, stelle fest, es ist Leben im Netz ;-) Kollege Sven hat meinen Blog gelesen. Danke und bis spätestens nächstes Jahr in Kölle oder vielleicht einfach schon bei KREATIVE KLASSE RUHR im September. Dann gibt es auch in der Metropole jede Menge Design zu sehen. CU

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19.01.2010

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