
Düsseldorf - Atlanta - New York, Tag 1
- Serie: Ökonomie
Im März 2010 begeben sich The Alma Church Choir gemeinsam mit dem Leipziger Maler, Songwriter und Multiinstrumentalisten Peter Piek auf eine Tour durch die USA.
Ronny Seiler und Andreas Laudwein, The Alma Church Choir, sind ein ambient folk Projekt aus Düsseldorf und Berlin. Nach hunderten von Konzerten in Deutschland und dem benachbarten Ausland ist dies ihre erste Reise in die USA.
Der Flughafen von Atlanta ist voller müder Soldaten. Viele schlafen, manche unterhalten sich über das Internet mit ihren Freundinnen. Ich wage nicht sie zu filmen.
"Thank you for serving" - dieser Satz fällt öfter im vorbei gehen - und ich kann die Bilder aus dem Irak nicht mit diesen jungen Menschen in Verbindung bringen, von denen sich die meisten hier in Georgia in einer Bar kein Glas Bier bestellen können, weil sie unter einundzwanzig sind.
Unsere Reise beginnt, sie wird uns von New York nach Texas und zurück führen. 15 Konzerte, 4000 Meilen.

Am Abend landen wir in Newark, New Jersey. Es ist kalt und meine innere Uhr ist verstellt. Zuhause ist es nach Mitternacht. Ein Bus bringt uns zur Grand Central Station nach Manhattan. Wir nehmen die U-Bahn nach Brooklyn, fragen nach dem Weg zu unserer Zieladresse.
Ian Fisher, unser Freund, öffnet uns strahlend die Tür. Ich freue mich sehr ihn endlich wieder zu sehen. Wir schlafen im Kaminzimmer, Körper und Geist durcheinander, in Amerika.
Am Ziel, aber längst nicht angekommen.
[al]
- The Alma Church Choir (MySpace-Profil)
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