
Blaue Nacht im Regen
Freitag, 27.08.2010
In den Nachrichten sehen wir überschwemmte Bäche in Nord-Nordrheinwestfalen. Es hat gekippt und geschüttet an einem Tag wie sonst in einem Monat. Wir reden von August. Ein wunderbarer Tag für ein Open-Air Festival. Blue Night ist vorbereitet, die Sicherheitsbegehung dauert 90 Minuten. Die Fluchthinweise sind groß und sorgen für Gelächter und Staunen. Man kann im Ort in verschiedene Richtungen flüchten, wenn es angesagt ist zu fliehen. Heute müsste man auf Überdachungen hinweisen, auf Innenräume, denn es regnet und das soll niemanden erschrecken. Dementsprechend wird es heute auch nicht so voll und überbesucht wie bei sonnigem Ausgeh-Wetter.
Alles auf Anfang
Die Künstler treffen ein, die Plastikfolien werden verteilt, das Bett ist nass. Die Tiere rutschen aus dem Dachfenster und eine Gruppe klatscht auf den Boden. Fluchtversuch. Die Boote sind die Omen gewesen für das Wasser. Die Dachgarage ist glatt, die Fenster beschlagen. Erste Bummler bummeln über den Markt. Regenschirme versperren die Sicht. Es gibt Non-Stop Catering.
Sie kommen von allen Seiten
Sie kommen von oben und von unten, von den Seiten, um die Altstadt zu stürmen. Wir haben ein rot-weißes Sperrband gespannt. Man hat uns die Wasserzuleitung gestohlen. Zunächst also keine Wasserwand. Die Menschen laufen über und unter das Sperrband als sei es eine Verzierung und kein Stop-Signal. Aha! Ignoranz. Sicherheit wird also ignoriert. Oder Verbote? Okay, es sind hunderte, die sich auf den Weg machen, die einzelnen Stationen „mitzunehmen“. Kein Chaos, aber Überblicksverlust. Der zweite, dritte und vierte Durchgang im Nieselregen geht ordentlich vonstatten. Es gibt aufmerksame Gruppen, es gibt Blitzlichtgewitter bei den Hasen. Nie wurden Hasen so oft fotografiert wie hier und jetzt. Hasenstars. Rabe mit Hasen. Gruppenbild Rabe, Hase, Mensch.
Mondnacht
Leider keine Mondnacht. Trotzdem wird gewandelt. Aus den Häusern, über den Dächern – Damen und Nachtgarderobe, blaue Ladies, Schöpfung unterwegs. Es flirrt und zirpt und tropft. Überhaupt „Tropfen“.
Wenn das Wetter morgen so ist, wie es heute angesagt war, das schlechte Wetter also, dass für morgen kommen soll, heute schon war, dann haben wir morgen gutes Wetter. Ahoi!
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Trotz Regen ein wunderschöner
Trotz Regen ein wunderschöner Sparziergang durch die Altstadt.!!