Abgelehnt – Unprojekte der Ruhr.2010 in einer Ausstellung
- Serie: Ökonomie
Sie haben es nicht geschafft: nicht die pissenden Punker, nicht die Kaminaufsätze und auch nicht der Telefonzellenwahnsinn. Diese und viele andere skurrile, originelle oder abwegige Projektideen sind abgelehnt. Der Verein Unprojekte hat sie daher zu Unprojekten erklärt und gibt ihnen ein Forum.

Allen Ideen gemeinsam ist, dass sie es nicht in das Programm der Ruhr.2010 geschafft haben. Doch damit die vielen abgelehnten Projekte neben den offiziellen Kulturhaupstadtprojekten nicht ungesehen bleiben, hat sich 2009 der Verein Unprojekte gegründet. Auf seiner virtuellen Plattform bringt der Verein die Projektideen zur Ansicht – in der Hoffnung, es entstehe nicht nur ein neues Kreativselbstbewusstsein, sondern auch, es mögen sich durch Synergien und Sponsoren aus möglichst vielen Unprojekten doch noch ganz reale Projekte entwickeln.
Bis zum Ende des Jahres kann noch virtuell über die TopTen der besten Projekte abgestimmt werden.
Ganz analog sind die Projektansichten noch bis zum 12. September 2010, in der Unprojekte-Ausstellung im Essener Forum Kunst & Architektur zu sehen.

Ungewöhnliche Ansichten präsentiert zum Beispiel Wolfgang Schlott, der das Revier „liebenswert präsentieren“ möchte und es deshalb mit Bleistift und Tuschefeder festhält - ob Industrieansichten, Zechen und Landstriche.
Bürgermeister einer großen Ruhrgebietsstadt spielen kann man beim Brettspiel aufRUHR!. Dabei darf debattiert, polemisiert, intrigiert, paktiert, bestochen und auch schon mal ein Skandal ausgespielt werden. Denn es geht um den Balanceakt zwischen eigenem Kirchturmdenken und übergeordneter Ruhrstadtidee, das die Spieler in ein permanentes Dilemma, in Aufruhr, versetzt. Ziel ist es, sich selbst die Oberbürgermeisterwürde zu sichern und die eigene Stadt zum Zentrum der zukünftigen RuhrCity zu machen. Dieses Spiel kann bereits gekauft werden im Forum Kunst & Architektur.

Was tun die Ruhries wenn sie nachts nicht schlafen wollen? Dann kommen sie aus ihren Verstecken und zeigen ihr wahres Gesicht in einer Telefonzelle. Sarah Lüder ist auf einer Foto-Doku-Mission und gibt der Spezies Ruhriemensch in Telefonzellen ein Gesicht.
Isabelle Reif zeigt Dortmund von seiner schrägen, bizarren, schön-inspirierenden Seite, gesehen durch Augen, die Geschichten lieben, unprofessionell fotografiert. Sie sagt: „Mir – mit der ‚Kölner Brille‘ auf der Nase – fallen die schrägen Ecken besonders auf, die Hinterhofstraßen ohne Namen, merkwürdigen Anbauten, kuriosen Dekos, unangepassten Menschen. Ich bekam Lust, diese Ansichten festzuhalten, ohne Anspruch auf Professionalität, um mein eigenes Bild von Dortmund über die Grenzen des Ruhrgebiets zu senden.“
Information
Diese und viele weitere Unprojekte sind noch bis zum 12. September 2010, 12 bis 17 Uhr, zu sehen im
Forum Kunst & Architektur
Kopstadtplatz 12
45127 Essen
Bis zum Ende des Jahres kann noch virtuell über die TopTen der besten Projekte abgestimmt werden.
Ganz analog sind die Projektansichten noch bis zum 12. September 2010, in der Unprojekte-Ausstellung im Essener Forum Kunst & Architektur zu sehen.
Ungewöhnliche Ansichten präsentiert zum Beispiel Wolfgang Schlott, der das Revier „liebenswert präsentieren“ möchte und es deshalb mit Bleistift und Tuschefeder festhält - ob Industrieansichten, Zechen und Landstriche.
Was tun die Ruhries wenn sie nachts nicht schlafen wollen? Dann kommen sie aus ihren Verstecken und zeigen ihr wahres Gesicht in einer Telefonzelle. Sarah Lüder ist auf einer Foto-Doku-Mission und gibt der Spezies Ruhriemensch in Telefonzellen ein Gesicht.Isabelle Reif zeigt Dortmund von seiner schrägen, bizarren, schön-inspirierenden Seite, gesehen durch Augen, die Geschichten lieben, unprofessionell fotografiert. Sie sagt: „Mir – mit der ‚Kölner Brille‘ auf der Nase – fallen die schrägen Ecken besonders auf, die Hinterhofstraßen ohne Namen, merkwürdigen Anbauten, kuriosen Dekos, unangepassten Menschen. Ich bekam Lust, diese Ansichten festzuhalten, ohne Anspruch auf Professionalität, um mein eigenes Bild von Dortmund über die Grenzen des Ruhrgebiets zu senden.“
Information
Diese und viele weitere Unprojekte sind noch bis zum 12. September 2010, 12 bis 17 Uhr, zu sehen im
Forum Kunst & Architektur
Kopstadtplatz 12
45127 Essen
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So, 12.09.2010
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Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.
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