Still-Leben A40 – Der Wahnsinn rückt näher

Was sind das für Projekte, bei denen zunächst fast jeder sagt: „Die sind doch bekloppt.“? Das sind Projekte, die man machen muss, finde ich. Das ist alles oberhalb der abwägenden Bedenklichkeit, die uns täglich belastet. Autobahn sperren – nichts Besonderes, erlebt man täglich. Die A40 ist ein Horrorerlebnis, wenn man sie jeden Tag befährt, ein seit Jahren unvorstellbares Baustellensammelsurium, das nie aufzuhören scheint. Eine Straßenbegleitgrün-Schneise durch die Ödnis der Autobahnrandgebiete, die gleichzeitig die Zentren der Metropole sind. Wahnsinn halt, der durch nichts aufgehalten wird, es sei denn, ein Spontantief donnert über das Revier und Bäume fliegen über die Route A40 in the Ruhr area. Ausnahmezustand. (Großes Foto: Bierzeltgarnitur auf Rasen, 2010)

Immer Ausnahmezustand

So ist es – es ist eine inszenierte Notlage, die sich am Sonntag darstellt. Und alle werden diese Notlage zu einer solchen formen, damit umgehen und fröhlich das Chaos begleiten, das durch unzählige Regeln begleitet wird, was man alles nicht darf, soll oder machen muss. Kein Papier, kein Grill, keine Fahnen, keine Batterien, keine Waffen, keine Feuerwerke, keine Großtiere.

Der Mensch und sein Tisch

Nur die Menschen und ihre Bierzeltgarnituren („welch ein wunderbarer Begriff“, sagt mein amerikanischer Freund) stellen sich dem Asphalt, auf sich zurückgeworfen und den kreativen Ideen, einige Stunden dort Teil eines Kunstwerks zu sein und dabei noch kreative Ideen umsetzend. All die Hubschrauber, die über uns hinweg donnern, künden von bevor stehenden Angriffen von Aliens, Autobahnlypse now.

God only knows

Wird es jemanden geben, der alles sehen kann, jede Tischgemeinschaft, jede Aktion, jede kuriose Erscheinung?
Nur Gott wird es sehen, welcher auch immer. Aber teilt er uns etwas mit? Sagt er: Schaut her, Ihr Schäfchen, welch eine Pracht, welch eine Messe! Setzt Euch zueinander, trinkt aus fremden Bechern, labt Euch an fremden Schokoriegeln, die Euch Erika bereitstellt.

On the road again/Aerosmith (für Blockflöte und Stimmchen)

I'm on the road again
(And you can do what you want)
I'm on the road again
(And you can do what you want)
Look out pretty mama
I'm on the road
again...uh

AC/DC, auf dem Fahrrad zu singen

No stop signs, speed limit
Nobody's gonna slow me down
Like a wheel, gonna spin it
Nobody's gonna mess me round
Hey Satan, payed my dues
Playing in a rocking band
Hey Momma, look at me
I'm on my way to the promised land

I'm on the highway to hell
(Don't stop me)

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Mi, 14.07.2010 0

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03.03.2010

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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