Stephan Thomes Romandebüt "Grenzgang" - Wie geht es weiter nach dem Scheitern?
- Serie: Kunst
Stephan Thome hat sich mit seinem Romandebüt „Grenzgang“ zum aspekte-Literatur-Preistäger 2009 gemausert. Auf der Frankfurter Buchmesse hatte ich Gelegenheit, dem Autor und seinem Erstling auf den Zahn zu fühlen. Dabei wurde deutlich: Auch nach dem Scheitern kann es weitergehen. Zwar überstehen Thomes Protagonisten die "Wonnen der Bürgerlichkeit" nur gerade mal so, doch können das Werk und sein Autor einen soliden Lebensoptimismus nicht verbergen.
Im Alltäglichen liegt Stephan Thomes Stärke
Thomes Debüt ist in mancher Hinsicht konventionell und unspektakulär und ging im direkten Vergleich zur Buchpreiskonkurrenz, d.h. Herta Müllers atemschaukelnden Deportations- und Lagerroman und Kathrin Schmidts sprachloser Krankengeschichte, etwas unter, doch gerade im Konventionellen, im Normalen, im Alltäglichen liegt seine Stärke und seine Relevanz. Im Mittelstand scheitert man vielleicht leise, aber nicht minder existentiell. Gut, dass Thome ein mitfühlend wachsames Auge auf diese Klientel hat.
Fotos: imago/Hoffmann & Suhrkamp Verlag
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Sa, 27.03.2010
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Der eigene Weg
Das Wort von der "Selbstbestimmung gegen den eigenen Willen" Einfach nur gut! So fühlen sich in der Tat viele Kreative. Übermannt vom Kreativen wie vom Markt - beidem können sie nicht ausweichen.