Herr Professor Lazzeroni, ist Google ihr Freund?

Folkwang Professor Claudius Lazzeroni ist Diplom-Vater der Arbeit Google Is Your Friend von Anke Willsch und Deborah Taranto. Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse präsentierten die beiden im Frühjahr in einer interaktiven Ausstellung in Essen. Am Sonntag konnten die beiden dafür den allerersten Folkwangpreis in der Sparte Gestaltung einheimsen.

 

Lazzeroni weist im Audiointerview auf die Möglichkeiten und Gefahren hin, die uns das digitale Zeitalter bieten. Hoch interessant ist gerade zu beobachten, was die digitale Revolution mit den Gestalterberufen anstellt. Bleibt das Handwerk auf der Strecke? Was macht heute einen Fotografen aus, wenn man seine selbst geknipsten Bilder im Internet ganz einfach per Mausklick zu einem Bildband zusammenstellt, Grafik inklusive?

Eine Rückbesinnung auf die handwerklichen Fertigkeiten könnte nach Lazzeroni mit der Einlassung auf und Auseinandersetzung mit der viel komplexeren Kommunikation der digitalen Zeit geschehen: „Der Gestalter wird zum Problemlöser im gesellschaftlichen Kontext.“

 

Professor Claudius Lazzeroni begann seinen beruflichen Werdegang als Fotograf und Mediendesigner. Mit Pixelpark beriet er große Unternehmen im Bereich Multimedia. Seine Gründung im stall war als Agentur für Marken- und Medienkonzepte im Bereich Multimedia und Werbung erfolgreich.

Seit 1999 ist Lazzeroni Professor für Interfacedesign an der Folkwang Universität der Künste.

Sein Buch Generative Gestaltung zeigt exemplarisch wie Processing klassische Gestaltungsbereiche wie Layout, Typografie und Bild beeinflusst und den kreativen Prozess erweitern kann.

 

 

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Fotoportrait Lazzeroni: © Vicky Tiegelkamp

Alle weiteren Fotos: © Boris Alexander Knop

Di, 03.07.2012 0

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Über den Autor

08.03.2010

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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